© Getty Images/iStockphoto/manustart/iStockphoto / Süßlichkeiten in einem Plastik Becher, aus dem Rauch rauskommt.

Wissen
08/13/2018

Gefährlicher Trend: Jugendliche leeren flüssigen Stickstoff über ihr Essen

Für Videos, in denen "Rauch" aus Nase und Mund kommt, riskieren Teenager und Kinder in den USA Atemnot und Verbrennungen.

"Dragon’s Breath", also Drachenatem, heißt ein neuer fragwürdiger Trend unter amerikanischen Kindern und Jugendlichen, bei dem flüssiger Stickstoff über Lebensmittel gegossen wird. Werden diese dann gegessen, kommt "Rauch" aus Nase und Mund, was aussieht wie der namensgebende Drachenatem. Dabei handelt es sich um kondensierte Feuchtigkeit aus dem eigenen Atem.

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Schwere Verbrennungen

Teilweise werden die Snacks schon mit flüssigem Stickstoff angeboten, er wird in den USA aber auch an Kiosks verkauft. Die Teenager gießen ihn über zuckerhaltige Zerealien, Chips und andere Snacks. Die Lebensmittel werden sofort auf eine sehr niedrige Temperatur – typischerweise minus 25 Grad Celsius – eingefroren. Bei falscher Einnahme kann der Drachenatem gefährlich werden. Denn wenn Haut oder Gewebe einer Person mit dem flüssigen Stickstoff in Kontakt kommen, kann es zu schweren Verbrennungen kommen. Das Einatmen kann zu Atemnot führen. Spritzt der flüssige Stickstoff in die Augen, kann die Sehfähigkeit beeinträchtigt werden.

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Bei einem 14jährigen Mädchen aus Florida musste der Daumen aufgeschnitten und abgestorbene Haut entfernt werden, nachdem sie einen Snack mit flüssigem Stickstoff berührt hatte. Wäre sie nicht rechtzeitig behandelt worden, hätte möglicherweise der ganze Daumen entfernt werden müssen. Bei einem 14jährigen Burschen, ebenfalls aus Florida, kam es nachdem Einatmen von flüssigem Stickstoff zu einem massiven Asthmaanfall. Ein weiterer junger Mann verbrannte sich seinen Mundinnenraum so sehr, dass es blutete.

Auf Twitter berichten einige von Verletzungen, etwa dass die Zunge immer noch weh tut oder der Gaumen immer noch taub ist.

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Sicherheitshinweise

Zwar wird flüssiger Stickstoff auch in der Spitzengastronomie sowie Bars verwendet. Allerdings haben beteiligte Köche und Barkeeper spezielle Ausbildungen und beachten die Sicherheitshinweise dazu. Werden Snacks mit flüssigem Stickstoff übergossen, sollten sie nicht berührt, sondern nur mit Besteck aufgehoben werden. Vor dem Essen sollte mehrmals darauf geblasen werden, damit der flüssige Stickstoff verdunsten kann. Dass übergossene Lebensmittel oder Getränk sollte erst verzehrt werden, wenn der flüssige Stickstoff verdunstete ist. Zwar stehen diesbezügliche Warnungen und Hinweise auf der Verpackung, beachtet werden sie allerdings nicht immer.

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