© TVB Wilder Kaiser/Claudia Ziegler/Claudia Weaver

Wirtschaft
06/04/2021

Warum die Österreich Werbung weniger klassische Werbung machen will

Die neue Chefin setzt neue Schwerpunkte und verrät, welche Märkte jetzt besonders umworben werden

von Simone Hoepke

Ein paar Mal im Jahr Werbung mit schönen Bildern schalten und warten, dass daraufhin die Gäste samt ihren prall gefüllten Geldbörsen anreisen spielt’s nicht mehr. „Wir wollen weg von klassischer Werbung, hin zu mehr redaktionellem Content“, kündigt Lisa Weddig, die neue Chefin der Österreich Werbung (ÖW), an.

Zugegeben, ganz neu ist die Idee nicht. Schließlich wurden schon in der Vergangenheit gerne Journalisten, Blogger oder Influencer auf die Alm gekarrt, um dort mit einem „echten Senner“ Käse zu produzieren und der Welt von diesem Erlebnis – am besten in Wort, Bild und Video – zu berichten.

Ein Geschäft, das die Landestourismusorganisationen längst beherrschen. In ihre Schrebergärten reinzugrätschen wäre also eher kontraproduktiv, weiß auch Weddig. Sie will über all den Aktivitäten der Länder und Regionen einen Newsroom in der ÖW schaffen, der redaktionelle Inhalte produziert. Etwa mit Interviews mit Experten, Geschäftsführern oder Forschungsinstituten, die das Urlaubsland Österreich in den Zielmärkten ins Gespräch bringen sollen.

Fokus auf die Nachbarn

Aktuell also vor allem in den Nachbarländern Österreichs, die allerdings alles andere als homogen sind. Die Italiener interessieren sich vor allem für Dolce Vita, also für gutes Essen und Trinken, am besten in Kombination mit Kultur. Die Tschechen sind weniger gemütlich unterwegs. Sie wollen etwas erleben und nach dem Motto „höher, weiter, schneller“ auf die Berge, so das Ergebnis der Marktforschung.

Angebote, die Urlauber aus den Nachbarländern in der Hochsaison in Österreich offenbar finden. „Die Ferienhotellerie ist heuer im August schon zu 70 Prozent ausgelastet“, sagt Weddig. Die Herausforderungen liegen hier also in einer Verlängerung der Saison in den Herbst hinein.

Anders die Situation in den Städten, in denen internationale Gäste, Veranstaltungen, Kongresse und Messen fehlen. Tourismusministerin Elisabeth Köstinger hofft auf Erholung spätestens im Herbst: „Wir orientieren uns am deutschen Robert-Koch-Institut und ermöglichen ab Mitte Juni die Reisefreiheit mit 110 Ländern, darunter zu den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten.“

Apropos Robert-Koch-Institut: Dieses nimmt Österreich – mit Ausnahme von Tirol und Vorarlberg – ab Sonntag wieder von seiner Liste der Risikogebiete.

Damit entfällt sowohl die Quarantänepflicht als auch die Pflicht zur Registrierung vor der Einreise nach Deutschland. Bereits bisher waren vollständig Geimpfte, Genesene und Getestete mit einem entsprechenden Nachweis zumindest von der Quarantänepflicht ausgenommen.

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