So soll die insolvente Autozubehör-Kette Forstinger saniert werden

Forstinger
Altlasten aus der Pandemie und die Teuerungswelle haben Forstinger finanziell aus der Fahrbahn geworfen. Das Unternehmen wird fortgeführt, mehrere Standorte dürften geschlossen werden.

Die Autozubehör-Kette Forstinger (600 Mitarbeiter, 87 Filialen) muss zum dritten Mal den Weg zum Insolvenzgericht antreten. Nächste Woche wird das Unternehmen um Walter Karger ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragen. Die Gläubiger müssen 80 Prozent ihrer Forderungen in den Wind schreiben, denn Forstinger bietet ihnen lediglich 20 Prozent Quote an. Die Kette steht bei der Finanz, der Krankenkasse und den Lieferanten massiv in der Kreide.

Eine außergerichtliche Einigung mit den Gläubigern war dem Management und den Gesellschaftern zuvor „aufgrund der unterschiedlichen Gläubigerinteressen“ nicht gelungen. Zur Erinnerung: Bereits 2003 und 2018 hatte die 1962 gegründete Kette Insolvenz angemeldet.

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