© KURIER / Flora Mayrhofer

Wirtschaft
04/27/2020

Schweizer Modekette Tally Weijl droht das Aus

Viele Filialen sind geschlossen. Ohne Unterstützung wird der Modehändler die Coronakrise nicht überstehen.

Die Schweizer Modekette Tally Weijl braucht dringend Geld, um das Geschäft weiterbetreiben zu können. Die Coronakrise trifft die auf Mode für junge Frauen ausgerichtete Kette während dem geplanten Umbau des Geschäfts schwer.

Engpass

Seit Mitte März sind die 80 Schweizer Läden und viele der europaweit insgesamt 800 Filialen von Tally Weijl wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Um den Weg aus dem Finanzengpass zu finden, seien für die beiden Schweizer Gesellschaften Covid-19-Kredite im Gesamtumfang von 24,7 Millionen Franken beantragt worden, bestätigte Sprecher Sacha Wigdorovits Berichte der Tamedia-Zeitungen gegenüber AWP.

Die Kreditgesuche seien derzeit bei den Banken anhängig, hieß es weiter. Doch ohne die Unterstützung der Banken, werde Tally Weijl nicht aus dem Corona-Loch hinausfinden, so Wigdorovits weiter. Der Firma drohe das Aus.

Umbau

Auf dem Spiel stehen viele Arbeitsplätze. In der Schweiz beschäftigt Tally Weijl in ihren Boutiquen und am Basler Hauptsitz rund 620 Angestellte. Insgesamt sind es 2.700 Angestellte.

Tally Weijl trifft die Coronakrise mitten im Umbau. Die Firma will den Plänen zufolge ein digitales Omnichannel-Verkaufsmodell aufbauen. Im Zuge der ersten Umbauschritte seien rund 100 Läden geschlossen und die Kosten deutlich gesenkt worden, schreibt der Sprecher. Ein weiterer Personalabbau am Hauptsitz in Basel und in den Filialen seien geplant.

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