Russland verwirrt bei Gaspreis - Auch Draghi widerspricht

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Putin hat angeblich in Telefonaten mit Scholz und Draghi Zahlung in Euro zugesichert.

Russland sorgt bei der angekündigten Umstellung für Gas-Zahlungen für Verwirrung. Kunden "unfreundlicher" Staaten müssten für die in ihren Verträgen aufgeführten Währungen Rubel kaufen, sagte der Sprecher Dmitri Peskow am Donnerstag erneut.

Die Abwicklung könne über die Gazprom-Bank laufen. Die Details könnten noch am Donnerstag veröffentlicht werden. Der russische Präsident Wladimir Putin habe nach Angaben des Präsidialamtes Bundeskanzler Olaf Scholz am Mittwoch detailliert darüber informiert, wie Rubel-Zahlungen für Gas vonstattengehen könnten.

Europäische Firmen würden weiter in Euro zahlen

Dagegen hatte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Mittwoch betont, Putin habe Scholz versichert, "dass sich für europäische Vertragspartner nichts ändern werde". Die Zahlungen würden weiter ausschließlich in Euro geleistet und wie üblich an die Gazprom-Bank überwiesen. Am Donnerstag sagte nun Italiens Ministerpräsident Mario Draghi, dass Putin auch ihm genau dies zugesichert habe.

Die europäischen Firmen würden die Lieferungen weiter in Euro und Dollar zahlen. "Was ich verstanden habe, aber ich kann mich auch irren, ist, dass die Umrechnung der Bezahlung (...) eine interne Angelegenheit der Russischen Föderation ist", fügte Draghi hinzu.

Hintergrund ist, dass die G7-Staaten, zu denen Deutschland und Italien gehören, eine Bezahlung russischer Gasrechnungen in Rubel ablehnen. Die Verträge liefen auf Euro und Dollar, hatte Scholz mehrfach betont.

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