Raiffeisen Bank Wien in Hietzing.

© Raiffeisen

Wirtschaft
09/23/2021

Raiffeisenbank Wien will mit Regionalität punkten

Positionierung als „Meine Stadtbank“ soll die persönliche Nähe zu den Beratern unterstreichen. Unterteilung in Regionalzentren und Bezirksbanken.

von Robert Kleedorfer

Die Raiffeisenbank ist in Wien erst seit den 1960er-Jahren vertreten. Entsprechend verzögert hat sich der Kundenstock entwickelt, sodass Raiffeisen in der Bundeshauptstadt nach Marktanteilen nun die Nummer Vier ist. Mit einem neuen Konzept namens „Raiffeisen Wien. meine Stadtbank“ will der Konzern am Bankenmarkt reüssieren.

„Wir haben vor zwei Jahren begonnen, das Konzept zu entwickeln“, sagt Martin Hauer, Vorstand Retail und Verbundservices der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien. Mit neuem, einheitlichen Filialkauftritt, kompetenter Beratung und attraktivem Digitalangebot habe sich Raiffeisen Wien inmitten der Pandemie als erster Ansprechpartner für Geldfragen etabliert.

Fünf Regionen

Konkret werde Banking mit Regionalität verbunden. Dazu wurde Wien in fünf Regionen aufgeteilt und es wurden fünf Regionalzentren geschaffen, in denen es primär um „existenzielles“ wie komplexe Finanzierungen oder Veranlagungen gehe, so Hauer. Die Bezirksbanken wiederum seien Anlaufstellen für tägliche Bankgeschäfte wie zum Beispiel Behebungen oder Kontoeröffnungen. Abgerundet werde der Stadtbank-Auftritt von einem erweiterten Private-Banking-Angebot.

Beim Besuch des KURIER im neuen Regionalzentrum in Wien Hietzing zeigt sich, dass vor allem höchster Wert auf Diskretion gelegt wird. Der Welcome Desk steht im Mittelpunkt, der Kassenbereich ist in den Hintergrund gerückt. Ebenso gibt es keinen Outdoor-Bankomaten. „Wir wollen die Menschen in die Filiale holen“, beschreibt Alina Brunner, Leiterin des Projekts Stadtbank, die weitere Idee dahinter. So könnten auch potenziell neue Kunden indirekt angesprochen werden.

Alt und neu

Die Räumlichkeiten in dem um 1780 errichteten Gebäude sind modern, schlicht und zeitlos gestaltet und beinhalten zahlreiche Extrazimmer für diskrete Beratungsgespräche. Der Umbau dauerte fast ein Jahr, wobei auf den Ensembleschutz Rücksicht genommen wurde.

34 Mitarbeiter sind in der Filiale für rund 16.400 Kunden zuständig. Die Öffnungszeiten sind von 9 bis 15 Uhr, der längere Donnerstag ist bis auf weiteres coronabedingt gestrichen. Beratung mit einem Termin sei ohnehin die Zukunft, so Hauer. Raiffeisen verfolgt aber ohnehin einen Omnikanal-Ansatz. Der Kunde entscheidet also selbst, ob er via eMail, Telefon, Webbanking, Video- oder Vor-Ort-Beratung Rat und Tat sucht.

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