© REUTERS/Leonhard Foeger

Anlage
01/16/2021

Mit Edelmetallen, Bitcoin und Co. gegen die Inflation

Incrementum-Experten erwarten Inflation und raten zu Rohstoffen im Investment. Goldpreis von 2.300 Dollar wird für 2021 erwartet.

von Anita Kiefer

Was passiert auf den Finanzmärkten nach der Corona-Krise, wer bezahlt all die Schulden und wie können Anleger profitieren?

Die Experten beim Liechtensteiner Vermögensverwalter Incrementum sind sich einig: Wir steuern auf eine Inflation zu. Warum das Inflationspendel demnächst umschlagen wird, dafür gibt es laut Incrementum eine Reihe von Gründen. Als mögliche Treiber der Preisinflation nennt Ronald Stöferle etwa: Die Notenbank werden die strukturelle Überschuldung der Staaten finanzieren – was eine Kaufkraftentwertung beschleunigt.

Konsumrausch kommt

Darüber hinaus gebe es einen weiter abwertenden US-Dollar, steigende Rohstoffpreise und eine kommende chronische Schuldenmonetarisierung. Außerdem sei aktuell die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes stark gebremst – es herrscht mangelnde Planungssicherheit. „Niemand traut sich aktuell, große Investitionen oder Reisen zu planen oder große Konsumgüter zu kaufen“, konstatiert Stöferle.

Dies werde sich spätestens dann ändern, wenn die Corona-Schutzmaßnahmen dank Impfung und Herdenimmunität „endlich wegfallen“. Dann stünde uns ein „nachkriegsähnlicher Konsumrausch bevor“, bedingt durch die aufgestaute Nachfrage. „Die Geldumlaufgeschwindigkeit wird dann auf einen Schwall an Liquidität treffen.“ Darüber hinaus zeige ein Blick auf die Kurstafel, dass die Rallys bei Anleihen, Immobilien, Kunst, Rohstoffen, Kryptowährungen und Aktien bereits zeigen würden, dass „die Inflation vom Markt gepreist wird“.

Was das jetzt konkret für die Anlage aus Sicht der Incrementum-Experten bedeutet? Bei steigenden Inflationsraten hätten, so Stöferles Kollege bei Incrementum Mark Valek, Rohstoffe die Nase vorn, auch Edelmetalle würden gut abschneiden. Anleihen würden bei steigenden Inflationsraten natürlich schlecht performen, auch Aktien könnten Probleme haben.

Fallende Realzinsen "bestes Umfeld für den Goldpreis"

Gold sei ein „verlässlicher, langfristiger Inflationsschutz“ und sollte in jedem Portfolio vorhanden sein, so Stöferle. „Wir werden weiter fallende Realzinsen sehen. Das ist das beste Umfeld für den Goldpreis, das man sich vorstellen kann.“ Eine Zinswende jedenfalls sieht er „auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben“.

Allgemein sei es sinnvoll, ein „diversifizierten Inflationsbasket“ aufzubauen, in dem neben den Klassikern Aktien und Anleihen auch beispielsweise Minenaktien, Rohstoffe, Rohstoffwährungen etc. beinhaltet sind. Auch eine kleine Beimischung von Kryptowährung – konkret Bitcoin – sei empfehlenswert: „Das bringt spürbare Diversifikationseffekte.” Beim Liechtensteiner Vermögensverwalter gibt es seit Mitte des Vorjahres etwa einen Fonds, der sowohl in Gold als auch in Bitcoin investiert.

Für heuer rechnet Ronald Stöferle übrigens damit, dass der Goldpreis auf bis zu 2.300 Dollar pro Feinunze ansteigen könnte. Aktuell liegt er bei rund 1.800 US-Dollar.

In ihrem Goldreport „In Gold We Trust“ hat Incrementum ja im Vorjahr einen Goldpreis von rund 4.800 Dollar am Ende dieses Jahrzehnts angekündigt. Diesen Preis hält Stöferle nach wie vor für realistisch.

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