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Wirtschaft
03/12/2019

Millionenpleite der Rosenberger Restaurants – jetzt werden Burger gebraten

Jetzt ist die Übernahme durch den österreichischen Master-Franchisenehmer TQSR von Burger King offiziell abgesegnet.

Jetzt ist es auch amtlich: Die Gläubiger der insolventen Rosenberger Restaurant GmbH haben dem Sanierungsplan zugestimmt. "Heute erfolgte die Abstimmung über den angebotenen Sanierungsplan. Mit großer Mehrheit haben die Gläubiger beim Landesgericht St. Pölten für die Annahme des Sanierungsplans gestimmt", sagt Stephan Mazal vom Österreichischen Verband Creditreform zum KURIER. Die Gläubiger erhalten insgesamt 20 Prozent Quote. Eine Barquote von  sechs Prozent ist bis 29. März 2019 beim Insolvenzverwalter zu erlegen, die weiteren Quoten von je sieben Prozent sind binnen einem und zwei Jahren zu zahlen.

Künftig werden Burger gebraten

„Erst jetzt ist die Übernahme von Rosenberger durch den österreichischen Burger King Master-Franchisenehmer TQSR fix und die Zukunft von Rosenberger gesichert.“, sagt Mazal. "Der Kaufvertrag steht nämlich unter der aufschiebenden Bedingung, dass der Sanierungsplan von den Gläubigern auch angenommen wird. Im Falle eines Scheiterns wäre die Übernahme durch TQSR nicht wirksam geworden und es hätte es bei einer Einzelverwertung gar keine Konkursquote für die Gläubiger gegeben."

34 Millionen Euro Forderungen angemeldet

Bisher wurden rund EUR 34 Millionen Euro an Insolvenzforderungen angemeldet, davon wurden rund 26 Millionen Euro auch anerkannt. Der bestrittene Teil von acht Millionen Euro wird noch teilweise anerkannt werden.

Chinesen gingen von Bord

"Der seit 1972 bestehende Autobahnraststättenbetreiber schlitterte im Dezember 2018 in die Insolvenz. Insolvenzursachen waren veraltete Standorte, Investitionsrückstau und verstärkte Konkurrenz. Zwar wurden die Probleme bei Rosenberger erkannt, doch ist es auch den chinesischen Firmeneigentümern nicht gelungen eine Neuausrichtung herbeizuführen", heißt es weiter. "Diese soll dem neuen Eigentümer TQSR um Anwalt Dieter Spranz gelingen. Die umfassende Renovierung und Modernisierung der Rosenberger Raststätten soll bereits 2019 beginnen. Geplant ist ein Investitionsvolumen von rund 30 Millionen Euro in den nächsten zwei Jahren. An den einzelnen Standorten sollen unterschiedliche gastronomische Konzepte umgesetzt werden."