gaul.jpg

© Kurier

Wirtschaft
11/12/2019

Menschheitsrettung als Geschäftsmodell

Wenn die EU-Kommissionspräsidentin eine Billion Euro für den klimaschutz aktivieren will, ist das jedenfalls auch: ein riesiges Geschäft.

von Bernhard Gaul

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung geht davon aus, dass der globale Ausstoß von Treibhausgasen stark zurückgehen wird, sollte die Erderwärmung in diesem Jahrhundert um mehr als 3,5 °C zunehmen. Dem liegt eine katastrophale Prognose zugrunde: Die Forscher denken, dass bei einer derart ungebremsten Klimaerhitzung die Weltwirtschaft zusammenbrechen wird. Wegen Extremwetterereignissen, des Meeresspiegelanstiegs, Dürren und so weiter. Was auf den Punkt bringt, warum Klimaschutz wichtig ist: Es geht um unser Überleben.

Aber: Geht Klimaschutz, ohne die Wirtschaft zu bremsen?

Da ist sich der überwiegende Teil der Experten einig: Technisch ist das möglich. Es fehlt halt der politische Wille, auch aufgrund des enormen Lobbyings der fossilen Industrie.

Seit 30 Jahren sollte Klimaschutz Thema sein, 1990 fand die erste Klimakonferenz statt, damals schon blieb kein Zweifel, dass fossile Brennstoffe das Problem sind und auf null reduziert werden müssen.

Bis vor wenigen Jahren hat sich kaum etwas getan. Aber seit zwei, drei Jahren ist zu beobachten, dass Klimaschutz nun überall Thema ist und intensiv diskutiert wird – wie wir heizen, was wir essen, wie wir uns fortbewegen. Und welche Politik es braucht.

Hoffnung geben Politiker wie Ursula von der Leyen: Die EU-Kommissionspräsidentin will die unvorstellbare Summe von zehn Billionen Euro, 1.000.000.000.000 Euro, bis 2030 für den Klimaschutz „aktivieren“ – als Vorbild für die ganze Welt.

Eine Billion über zehn Jahre, das sind 274 Millionen Euro täglich. Retten kann – und wird – uns die Erkenntnis von Staatenlenkern und Industriekapitänen, dass der Umbau der Volkswirtschaften weg von saudischem, russischem und kasachischem Erdöl und Erdgas ein richtig lukratives Geschäft ist.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Um diesen Artikel lesen zu können, würden wir Ihnen gerne die Anmeldung für unser Plus Abo zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diese anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.