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Kommentar
11/12/2019

Ohne Kohle gibt es einfach keine Kohle

Viele Politiker und Wissenschaftler träumen von der großen Energiewende. Doch dafür braucht es vor allem eines: Energie.

von Wolfgang Unterhuber

Wirtschaftswachstum und Umweltschutz passen natürlich nicht zusammen. Wachstum findet (wie seit 200 Jahren) nur mithilfe des Einsatzes von fossilen Brennstoffen statt, wie auch das Netzwerk Climate Transparency feststellt. Die Entkoppelung von -Emissionen und ökonomischem Aufschwung, von der Politik und Wissenschaft gerne reden, wird auch für die Zukunft ein frommer Wunsch bleiben. Denn für die Energiewende braucht es vor allem eines: Energie. Und da werden ein paar Tausend Windkraftwerke nicht reichen.

Beispiel China: Das „Reich der Mitte“ ist neben Indien und Südostasien die Region, in der in den kommenden Jahrzehnten die Musik spielen wird. China hat bei Fotovoltaik und Windenergie inzwischen global die führende Position inne. Für das kontinuierliche Wachstum reicht das aber nicht einmal im Ansatz. Die Regierung in Peking musste daher die ehrgeizigen Pläne zur Reduktion der Kohlekraftwerke zurücknehmen. China wird die Zahl seiner Kohlekraftwerke sogar von 2.400 auf weit über 3.000 erhöhen.

Weltweit werden derzeit 1.500 Kohlekraftwerke errichtet. Überall dort, wo ökonomisches Wachstumspotenzial herrscht und weil mit Wind und Sonne allein kein Wohlstand für die breiten Massen zu bewerkstelligen ist. Ohne Kohle eben keine Kohle.

Postskriptum: Manche Ökos träumen derzeit von einer Gesellschaft ohne Wachstum. So wie im real existierenden Sozialismus. Nur, dass im „realen“ Sozialismus die Umwelt geradezu vernichtet wurde.

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