Wirtschaft | Karriere
30.12.2017

Das bringt 2018 für Ein- und Aufsteiger

Wie stehen die Zeichen für Firmen, Führungskräfte und Mitarbeiter? Die weniger gute Nachricht:Die Job-Aussichten sind in einigen Branchen verhalten. Dafür gibt es mehr Benefits für Mitarbeiter und flexiblere Arbeitszeiten.

2018 wird wieder ein gutes Jahr für die österreichische Wirtschaft, so die Prognose des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO). Die heimische Wirtschaft wird im selben Tempo weiterwachsen wie schon dieses Jahr. Der Arbeitsmarkt wird sich weiter entspannen, die Arbeitslosenrate wird auf 8,4 Prozent zurückgehen. Doch was bedeutet das konkret für Führungskräfte und Mitarbeiter?

Gehälter: 2018 werden die Gehälter in Österreich im Durchschnitt um 2,8 Prozent steigen – und damit geringfügig stärker als im europäischen Durchschnitt. Vor allem die Fachkräfte legen beim Verdienst zu: Ihr Gehalt steigt um rund drei Prozent, prophezeit die Personal- und Managementberatung Kienbaum. Vorstände und Geschäftsführer können mit einer Gehaltserhöhung um 2,4 Prozent rechnen.

Goodies: Der Kampf um Fachkräfte wird höhere Gehälter und die Einführung neuer Vergütungsmodelle zur Folge haben, geht aus einer Prognose der Personalberaters Robert Half hervor. Konkret bedeutet das, dass leistungsbezogene Elemente an Bedeutung gewinnen. Außerdem wird die leistungsorientierte Vergütung in kürzeren Zeiträumen beurteilt, derzeit ist das jährlich der Fall. Neu ist, dass Mitarbeiter nun vermehrt Teile ihres Gehalts gegen nicht-finanzielle Leistungen tauschen können. Denn Firmen werden diese Zusatzleistungen vermehrt einsetzen, um am Kandidatenmarkt attraktiver zu sein. Bei zwei gleich interessanten Jobangeboten werden sich Bewerber für das attraktivere Leistungspaket entscheiden.

Job-Chancen: Die österreichischen Arbeitgeber blicken mit Vorsicht in das neue Jahr. Die Einstellungspläne gehen tendenziell zurück, geht aus dem Manpower-Arbeitsmarktbarometer für das 1. Quartal 2018 hervor. Vermehrt Neueinstellungen wird es im 1. Quartal in fünf von neun Bundesländern geben. Am besten schneidet Oberösterreich ab. Negative Aussichten gibt es für Vorarlberg, Wien, Kärnten und das Burgenland. Von den Branchen wird der höchste Beschäftigungszuwachs im Finanz- und Dienstleistungssektor erwartet, gefolgt von der Sachgütererzeugung und der Rohstoffgewinnung. Weniger gut sind die Beschäftigungsaussichten in der Gastronomie und Hotellerie, der öffentlichen Hand und im sozialen Bereich.

Führungskräfte neu: Die Digitalisierung erfordert die Entwicklung einer neuen Führungskultur. Führungskräfte werden daher die Transformation vom Bestimmer zum Vorbild, Coach und Mentor für ihre Mitarbeiter schaffen müssen. Sie haben die Aufgabe, die Mitarbeiter mit den passenden Projekten zu betrauen, Themen und Teams zusammenbringen, sie für ihre Aufgaben zu befähigen und Hürden aus dem Weg zu räumen, damit die Mitarbeiter ihre Arbeit machen können.

Weiterbildung: Die Digitalisierung führt zu großen Veränderungen in den Unternehmen und zu neuen Herausforderungen an die betriebliche Weiterbildung. Arbeitgeber sind verantwortlich dafür, dass ihre Mitarbeiter dazu in der Lage sind, diesen Entwicklungsprozess aktiv mitzugestalten. Aus diesem Grund wird die Digitalisierung 2018 der Schwerpunkt in den Weiterbildungsprogrammen von Unternehmen sein. Dabei wird es nicht nur darum gehen, die Mitarbeiter mit digitalen Kompetenzen auszustatten. Neben der Qualifizierung geht es darum, die Entwicklungspotenziale für jeden Einzelnen oder von Teams in der digitalen Transformation auszuloten und Mitarbeiter auf neue Aufgaben vorzubereiten.

Arbeitszeit: Auch die Arbeitszeitmodelle werden sich 2018 stärker den veränderten Arbeitsbedingungen anpassen, sind sich Experten einig. Vor allem jüngere Mitarbeiter erwarten gewisse Freiheiten im Job. Daher wird zumindest ein Teil der Unternehmen vermehrt den Wünschen der Arbeitnehmer nach mehr Work-Life-Balance mit flexiblen Arbeitszeitmodellen entgegenkommen. Dadurch wird der Anteil an Mitarbeitern in Teilzeit-Modellen, mit geteilten Arbeitsplätzen, mit der Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, oder mit Vertrauensarbeitszeit, steigen.