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Wirtschaft Immobiz
07/18/2021

So überleben Pflanzen den Urlaub: Praktische Bewässerungssysteme

Wer übernimmt das Gießen im Urlaub? Wir stellen praktische Helfer und automatische Systeme für die Urlaubsbewässerung vor.

von Angelika Gross

Die Koffer sind gepackt, der Kühlschrank ist geleert und der Urlaub steht vor der Tür. Doch was passiert mit den geliebten Pflanzen, die in der Wohnung oder im Garten zurückbleiben? Nicht immer kann ein Nachbar oder Familienmitglied das Gießen der Pflanzen während der Abwesenheit übernehmen. Und selbst robuste Zimmerpflanzen kommen nicht zwei Wochen ohne Wasser aus – schon gar nicht bei den heißen Temperaturen und der starken Sonneneinstrahlung.

Pflanzenbewässerung 

„Die Pflanzenbewässerung, von der analogen bis zur automatischen, ist eines der Top-Themen der vergangenen Jahre“, sagt Franz Koll, Geschäftsführer von Bellaflora. Außerdem stellt der Gartenexperte fest, „dass die Menschen es draußen gerne schön haben wollen.“ Dazu gehört eben auch, dass während des Urlaubs keine Pflanzen vertrocknen.

Nachhaltigkeit

Auch der Nachhaltigkeitsgedanke spielt eine immer größere Rolle. „Eine automatische Bewässerung trägt im besten Fall dazu bei, den Wasserverbrauch zu verringern“, so Koll. Und nachdem laut Koll 14 Prozent des Wasserverbrauches eines privaten Haushalts auf den Außenbereich entfallen, ist es höchste Zeit sich Gedanken über das optimale Bewässerungssystem für den eigenen Garten oder die Terrasse zu machen.

Einfache Systeme für Zimmerpflanzen

Indoor-Pflanzen sind größtenteils unkompliziert. Sie brauchen weniger Wasser als Pflanzen im Garten oder auf der Terrasse und sind nicht tagtäglich Witterungseinflüssen wie Hitze, Nässe oder starker Zugluft ausgesetzt. 
Deshalb gibt es hier einfache Lösungen für die Bewässerung während des Urlaubs: „Zum Beispiel Tonkegel, die direkt in die Blumenerde gesteckt werden“, erklärt Franz Koll von Bellaflora.

Bewässerung mittels Tonkegel

Dabei sind die Kegel über einen kleinen Schlauch mit einem Wasserbehälter verbunden. Sobald die Erde im Topf austrocknet, erzeugt der Tonkegel Unterdruck, sodass Wasser durch den Schlauch angesaugt wird.  So holen sich die Pflanzen genau die Menge an Wasser, die sie benötigen. Wichtig ist  allerdings, die Größe der Tonkegel an die  der Pflanze  anzupassen. „Eine große Pflanze braucht auch ein gewisses Volumen“, so Koll. Diese Tonkegel gibt es in jedem Pflanzengeschäft bereits ab 10 Euro.

Integrierter Wasserspeicher

Eine sinnvolle Alternative  für größere Pflanzen: Pflanzgefäße mit integriertem Wasserspeicher und eigener Wasseranzeige. „Man braucht nicht ständig ans Gießen denken und es wird einem angezeigt, sobald die Pflanze wieder Wasser benötigt.“  

Bewässerungssysteme für den Außenbereich 

Wer eine Terrasse oder vielleicht sogar einen  Garten  mit Blumen- und Gemüsebeeten besitzt, wird mit Hilfsmitteln wie Tonkegel nicht weit kommen, um eine ausreichende Wasserversorgung der Pflanzen und Beete zu garantieren. Hier kommen vor allem teil- oder vollautomatische Bewässerungssysteme zum Einsatz. Franz Koll empfiehlt zum Beispiel die Bewässerung mit dem Tropfschlauch: „Über verlegte Leitungen, in denen sich kleine Öffnungen befinden, wird das Wasser tröpfchenweise abgegeben.“ Eine gute Methode zum Bewässern von Hecken oder Beeten.

Technische Systeme mit Zeitschaltung

Aber auch technische Bewässerungssysteme mit Zeitschaltung und Sensoren sind praktisch. „Sie messen die Bodenfeuchte und übertragen das Ergebnis per Funk an das Bewässerungssystem“, so Koll. Viele Anbieter bieten mittlerweile Apps für das Smartphone an, um selbst vom Urlaubsort aus jederzeit die Bewässerung überwachen und anpassen zu können.

Vor dem Urlaub testen

Koll rät auf jeden Fall dazu, die Bewässerungssysteme bereits vor dem Urlaub zu testen. 
So kann man alles richtig einstellen und überprüfen, ob auch durch alle Schläuche Wasser fließt – und so den Verbrauch besser abschätzen.  

Balkonpflanzen

Auch  liebevoll gepflegte Balkonpflanzen müssen, vor allem wenn ein längerer Urlaub bevorsteht, mit einem Bewässerungssystem versorgt werden. Franz Koll von Bellaflora empfiehlt hier ähnliche Maßnahmen wie bei den Zimmerpflanzen: „Pflanzgefäße mit integriertem Wassertank, bei kleineren Töpfen reichen  Tonkegel.“

Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden

Denn bei vielen Balkonen ist  weder ein Wasser- noch ein Stromanschluss vorhanden, so der Experte.  Außerdem sollte man die Pflanzen aus der direkten Sonne stellen. Sonst kann es zu Verbrennungen der Blätter kommen.   
 

Tonkegel von „Blumat“ zur einfachen Bewässerung von Zimmerpflanzen gibt es in jedem Gartengeschäft ab bereits 10 Euro

Der Tropfschlauch gibt Wasser tröpfchenweise an Pflanze und Erde ab 

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