Docked yachts and a luxury car are seen at the Flisvos Marina, southern Athens, Thursday, Aug. 19, 2010. The head of Greece's financial crimes squad says his unit is intensifying checks on tax evaders, targeting tourist islands, yacht owners, doctors and luxury property holders, and aims to have issued up to 5 billion Euros in fines by the end of the year. (AP Photo/Thanassis Stavrakis)

© Deleted - 867984

Leere Staatskasse
07/09/2013

Athen will Luxus-Steuer auf größere Autos erheben

Auch Besitzer von Indoorpools, Yachten, Hubschraubern und Flugzeugen sollen zur Kasse gebeten werden.

Griechenland will nun auch die Besitzer von Mittelklasse- und Luxuswagen zur Kasse bitten: Durch eine Sondersteuer sollen die Autohalter rund 130 Millionen Euro beitragen, um das weitklaffende Defizitloch zu stopfen.

Wer einen bis zu fünf Jahre alten Wagen mit mehr als 1,93 Liter Hubraum fährt, muss beispielsweise jährlich 418,70 Euro zahlen. Der Besitzer eines 2,6 Liter-Autos muss 1420 Euro hinblättern. Noch stärker werden die Halter von Luxuswagen zur Kasse gebeten. Sie müssen an den Fiskus bis zu 5380 Euro jährlich zahlen.

Teures Plantschen

Auch die Besitzer von privaten Schwimmbädern sollen helfen, die Staatskasse zu füllen. Ein 30 Quadratmeter Innenpoolbesitzer soll beispielsweise jährlich 960 Euro zahlen. Dies sei Teil eines neuen Gesetzes, das vom Parlament in Athen in den nächsten Tagen gebilligt werden soll, berichtete die griechische Presse übereinstimmend am Dienstag. Bis zum Jahresende sollen auch die Besitzer von Yachten, Hubschraubern und Flugzeugen zur Kasse gebeten werden. "Alle, die Geld haben müssen helfen. Anders geht es nicht", sagte ein Mitarbeiter des Finanzministeriums der dpa.

Rezession noch tiefer

Die Wachstumsaussichten Griechenlands haben sich nach Einschätzung des griechischen Wirtschaftsforschungsinstituts IOBE eingetrübt. In diesem Jahr sei mit einem Schrumpfen der Wirtschaft um 4,8 bis fünf Prozent zu rechnen, teilten die Forscher am Dienstag in Athen mit. Bisher waren sie von einem Minus in Höhe von 4,6 Prozent ausgegangen. Die Arbeitslosenquote werde auf 27,8 Prozent steigen.

Die vierteljährliche Prognose ist pessimistischer als die Vorausschau der internationalen Geldgeber, die das Euro-Land seit 2010 mit Milliardensummen vor der Staatspleite bewahren. Sie erwarten dieses Jahr nur einen BIP-Rückgang um 4,2 Prozent.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.