Wirtschaft
12.09.2017

Gratis Surfen auf dem Dorfplatz

Bis zu 8000 europäische Gemeinden sollen ab nächsten Jahr kostenlosen WLAN-Zugang bekommen.

Im Park, auf dem Dorfplatz, in der Bibliothek, vor der Kirche oder dem Rathaus - auch in entlegenen Dörfern oder Gemeinden Europas soll es in Zukunft kostenlosen Zugang zum Internet geben. Für diesen Vorstoß der EU-Kommission gab es gestern von Europäischen Parlament in Straßburg Grünes Licht. Ab Jänner soll es so weit sein. Ein Fördertopf von 120 Millionen Euro steht insgesamt zur Verfügung. Damit können innerhlab der nächsten drei Jahre bis zu 8000 Gemeinden gefördert werden.

Bei einer Informationsveranstaltung in Österreich habe es bereits "Rieseninteresse" für das Projkt "Wifi4Europe" gegeben, bestätigt Josef Weidenholzer, SPÖ-Delegierter im EU-Parlament. "Der europäische digitale Binnenmarkt kann nur funktionieren, wenn alle BürgerInnen daran teilhaben können", so Weidenholzer.

Jedes Dorf in der EU mit Gratis-WLAN-ZUgang zu fördern - dafür fehlen die Mittel. Ziel des Projektes sei es denn auch viel mehr einen "Anreiz zu schaffen für eine Riesenentwicklung", stimmt auch ÖVP-Delegierter Paul Rübig zu.

Voraussetzung für die Förderung: In der betreffenden Gemeinde darf es keine Konkurrenz durch gewerbliche Anbieter geben, ähnliche private oder öffentliche Angebote dürfen noch nicht existieren. Anschaffung und Kosten des Projektes trägt der Fonds der EU, die Wartung müssen die Gemeinden allerdings selbst übermehmen.