Gastronomie: Kündigen besser als Kurzarbeit?

Gastronomie: Kündigen besser als Kurzarbeit?
Wirte, die ihr Personal gekündigt haben, würden finanziell besser aussteigen, ärgert sich ein Gastronom. Ein Politiker gibt ihm recht, aber...

Durch den langen Lockdown wächst auch die Kritik in der Gastronomie über die Covid-Hilfen der Regierung. Wirte, die ihre Mitarbeiter schon mehrere Monate in Kurzarbeit weiter beschäftigen, fühlen sich gegenüber jenen benachteiligt, die ihre Mitarbeiter gekündigt haben. In der Branche kursieren Rechenbeispiele, wonach Betriebe, die seit November 2020 Umsatzersatz erhalten, aber ihr Personal - zum Teil mit Aussetzverträgen und Wiedereinstellzusagen - gekündigt haben, bis Ende April sogar mit einem Gewinn aussteigen. Wer das Personal behalten hat, steigt hingegen mit einem Verlust aus.

"Es kann nicht sein, dass ich der Trottel bin, nur weil ich meine Mitarbeiter trotz Lockdowns weiterbeschäftige", macht ein Wiener Gastronom gegenüber dem KURIER seinem Ärger Luft. Was ihn besonders aufregt: Dass der Umsatzersatz auch jenen Betrieben voll zusteht, die keine Personalkosten mehr haben. "Ich hingegen bleib auf 17 bis 20 Prozent der Personalkosten sitzen".

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