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Wirtschaft
03/10/2021

Frauenanteil in Aufsichtsräten staatsnaher Unternehmen auf 45,3 Prozent gestiegen

Bund geht bei Stärkung von Frauen mit gutem Beispiel voran.

Im vergangenen Jahr ist der Anteil an Frauen in den Aufsichtsräten staatlicher und staatsnaher Unternehmen um rund zwei Prozentpunkte auf 45,3 Prozent gestiegen. Das zeigt der am Mittwoch von Frauenministerin Susanne Raab und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (beide ÖVP) im Ministerrat vorgelegte Fortschrittsbericht. Im Jahr 2020 waren 140 der vom Bund entsendeten 309 Aufsichtsratsmitglieder Frauen, im Jahr davor waren es 123 von 284.

Somit wurden 2020 17 Aufsichtsratsmandate mehr von Frauen gehalten. Zudem wurden in der letzten Berichtsperiode 89 Personen in 29 Unternehmen vom Bund entsandt oder neu aufgestellt, davon waren 52 Frauen - das entspricht 58,4 Prozent.

Weiters belegt der Fortschrittsbericht, dass in mehr als der Hälfte der staatsnahen Unternehmen der umzusetzende Frauenanteil in den Aufsichtsräten von 40 Prozent bereits jetzt erfüllt wird. Verglichen mit dem Jahr 2011, in dem sich die Bundesregierung erstmals dazu verpflichtet hat, den Frauenanteil in Aufsichtsgremien schrittweise zu erhöhen, hat sich die Zahl der Unternehmen, die bereits mehr als 40 Prozent Frauen in ihren Aufsichtsgremien aufweisen, sogar verdoppelt.

"Der aktuelle Fortschrittsbericht zeigt, dass der Bund bei der Stärkung von Frauen mit gutem Beispiel vorangeht. Das ist erfreulich, denn Diversität in der Personalstruktur ist ein wesentlicher Treiber für Innovation. Das gilt nicht nur für die Privatwirtschaft, sondern insbesondere für den Bund. Um den Anteil der Frauen in Aufsichtsräten zu erhöhen, braucht es neben Mut und Eigeninitiative gute Rahmenbedingungen sowie gezielte Maßnahmen, die bei den Frauen direkt ansetzen", betonen Frauenministerin Raab und Wirtschaftsministerin Schramböck.

Die stetige Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsräten staatsnaher Unternehmen sei ein wichtiges Signal für die Sichtbarkeit von Frauen und stellt eine wesentliche Maßnahme für die Förderung von Frauenkarrieren dar, so Raab weiter. Schramböck bezeichnete es als essenziell, "Frauen auf ihrem Weg an die Spitze zu unterstützen und zu fördern, damit sie selbstbewusst und ideal vorbereitet in Management- und Aufsichtsratspositionen einsteigen können".

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