Wirtschaft
28.11.2016

Dickes Minus bei EU-Agrarproduktion

Milchproduktion fiel in der EU um 14,4 Prozent. © Bild: APA/dpa/Matthias Balk

Innerhalb der EU ging die Produktion um 1,8 und in Österreich um 2,4 Prozent zurück. Ursachen sind die Milch- und Schweinekrisen, bei den beiden Gütern ging die Produktion am stärksten zurück.

Die Agrarproduktion in der EU ist im Vorjahr gegenüber 2014 um 1,8 Prozent zurückgegangen. Ausschlaggebend ist vor allem ein Rückgang von 5,5 Prozent bei tierischen Produkten wie Milch und Schweinefleisch, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Montag mitteilte. In Österreich ging die landwirtschaftliche Erzeugung insgesamt 2015 um 2,4 Prozent zurück.

Starke Einbrüche gab es vor allem auf den Milch- und Schweinemärkten. Der Wert der Milchproduktion reduzierte sich 2015 EU-weit um 14,4 Prozent, die Preise fielen um 15,7 Prozent, die Menge stieg um 1,5 Prozent. Der Wert der EU-Schweineproduktion fiel 2015 gegenüber 2014 um 6,5 Prozent, die Preise gingen um 10,1 Prozent zurück, während die Menge um 4,0 Prozent zunahm.

Frankreich mit höchster Produktion

Die gesamte landwirtschaftliche Erzeugung in der Europäischen Union belief sich laut Eurostat 2015 auf 411,2 Mrd. Euro. Mit 75,2 Mrd. Euro oder 18 Prozent des EU-Gesamtwerts hatte Frankreich die höchste Agrarproduktion, gefolgt von Italien (55,2 Mrd. Euro bzw. 13 Prozent), Deutschland (51,5 Mrd. Euro bzw. 13 Prozent), Spanien (45,5 Mrd. Euro bzw. 11 Prozent), Großbritannien (29,6 Mrd. Euro bzw. 7 Prozent), den Niederlanden (26,7 Mrd. Euro bzw. 6 Prozent), Polen (22,3 Mrd. Euro bzw. 5 Prozent) und Rumänien (15,5 Mrd. Euro bzw. 4 Prozent).

Österreich verzeichnete 2015 eine gesamte landwirtschaftliche Produktion in Höhe von 6,8 Mrd. Euro. Der Rückgang der landwirtschaftlichen Erzeugung um 2,4 Prozent ist auch in Österreich vor allem auf den Rückgang tierischer Erzeugung (minus 6,1 Prozent gegenüber 2014) zurückzuführen. Die pflanzliche Produktion legte um 0,6 Prozent zu, landwirtschaftliche Dienstleistungen gingen um 1,6 Prozent zurück.