APA4805832-2 - 03082011 - ST POELTEN - ÖSTERREICH: Ein Arbeiter eines Installationsbetriebes stütz sich auf einen Kernbohrer aufgenommen am Dienstag 26. Februar 2008, auf einer Baustelle in Niederösterreich. APA-FOTO: HELMUT FOHRINGER

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AMS

Arbeitsmarkt bleibt angespannt

Um knapp sechs Prozent ist die Arbeitslosigkeit im Vorjahr gestiegen. Heuer wird es nicht besser.

01/30/2013, 02:46 PM

Sehr unterschiedlich war die Arbeitslosenquote in Österreich im Vorjahr verteilt: In Wien (9,5 Prozent) und Kärnten (9,1 Prozent) lag sie doppelt so hoch wie in Oberösterreich (4,5 Prozent) und Salzburg (4,7 Prozent). Im Jahresschnitt waren insgesamt 260.643 Personen arbeitslos (+5,7 Prozent), zusätzlich nahmen 66.602 Personen (+5,3 Prozent) an AMS-Schulungen teil. Gleichzeitig stieg die Zahl der Beschäftigten auf einen neuen Rekordwert von 3,465 Millionen unselbstständig Beschäftigten (+1,3 Prozent).

Knapp die Hälfte der Arbeitslosen (46 Prozent) hatte nur einen Pflichtschulabschluss, 34 Prozent einen Lehrabschluss, 5,6 Prozent einen Abschluss einer Höheren Schule, 5,4 Prozent einen Abschluss einer Mittleren Schule und 5 Prozent einen akademischen Abschluss. Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit waren Männer stärker betroffen als Frauen und zwar besonders in Bundesländern mit hohem Industrieanteil: Steiermark plus 8,3 Prozent, Oberösterreich plus 7,5 Prozent.

"Auch wenn wir in diesen Tagen international wegen unserer vergleichsweise sehr guten Situation vielfach bewundert werden, haben wir leider für österreichische Verhältnisse doch eine hohe Arbeitslosigkeit aufzuweisen", sagt AMS-Chef Johannes Kopf. Trotz des erwarteten weiteren Anstiegs der Arbeitslosigkeit bis Mitte 2014 werde Österreich aber seinen Spitzenplatz als Land mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit in der EU behalten. Für 2013 rechnet das AMS mit einem Anstieg der vorgemerkten Arbeitslosen um rund 10.800 Personen.

Weniger Arbeitsmigranten

Die Zuwanderung von Arbeitskräften dürfte heuer um die Hälfte zurückgehen. Im vergangenen Jahr kamen noch 25.000 bis 30.000 Personen aus dem Ausland zum Arbeiten nach Österreich. Heuer soll die Zahl auf 10.000 bis 15.000 zurückgehen. "Wenn die Wirtschaft schwächer ist, kommen weniger", so Kopf.

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