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Wirtschaft
12/07/2021

40 Prozent schützen ihr Geld nicht vor der Inflation

Laut einer Studie setzen die Österreicher trotz steigender Inflationsrate und Niedrigzinsumfeld weiter auf Anlageklassiker.

Sparbuch, Bausparvertrag, Lebensversicherung - laut einer repräsentativen Integral-Studie im Auftrag der Erste Bank setzen die Österreicher trotz steigender Inflationsrate und anhaltendem Niedrigzinsumfeld weiter auf die bewährten Anlageklassiker.

Wertpapiere performen

Während sich die oben genannten Veranlagungsmöglichkeiten weiterhin großer Beliebtheit erfreuen, sind es die Wertpapiere, die den größten Zugewinn verzeichnen können – von 28 % auf 35 %. Die Pensionsvorsorge bleibt als Anlageform im Zwölf-Monats-Trend stabil auf 27 %, Gold und Immobilien verlieren leicht auf je 17 %.

Hinsichtlich der Höhe der durchschnittlichen Veranlagung zeigt sich ein Rückgang von 16% gegenüber dem Vorjahr von durchschnittlich rund 5.800 Euro auf 4.900 Euro. Jeder fünfte Österreicher plant in den nächsten zwölf Monaten keinerlei Geldanlagen.
 
Während die Inflation auch hierzulande weiter steigt, wollen lediglich zwei von fünf Österreicher ihr Geld vor ebendieser schützen. Gerade in der Altersgruppe 50+ sinkt die Anzahl derer, die der Geldentwertung entgegenwirken wollen, weiter auf 31%, während in der Gruppe der 30-49-Jährigen bereits 44% und in der Altersgruppe von 14 bis 29 Jahren sogar 55%, den Schutz ihres Geldes priorisieren.

Höchster Wert

"Die Inflation, die in Österreich mit 3,7 Prozent auf ihren höchsten Wert seit 13 Jahren gestiegen ist, reduziert nicht nur die Kaufkraft eines angesparten Vermögens, sondern auch die Altersvorsorge. Durch die Nullzins-Politik der EZB und den steigenden Preisen, verlieren die Österreicher Milliarden am Sparbuch. Umso wichtiger ist es, sich mit dem Thema Finanzen und Vorsorge intensiv auseinanderzusetzen. Das ist eine wertvolle Investition in die Zukunft“, so Erste-Chefin Gerda Holzinger-Burgstaller zur aktuellen Situation.

Jeder Dritte plant im nächsten Jahr eine größere Anschaffung, wie beispielsweise einen Haus- oder Autokauf. Ebenfalls um fünf Prozentpunkte (auf 84 %) ist die Anzahl derer, die diese Anschaffung über eigene Ersparnisse finanzieren wollen, gestiegen.

Unverändert wollen weiterhin 21 % der Österreicher ihre geplanten Investitionen mittels Bankkredit oder Bauspardarlehen finanzieren. Eine Veränderung zeigt sich hingegen bei der durchschnittlichen Kredithöhe, diese hat im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres um vie % von 103.500 Euro auf 99.500 Euro abgenommen.

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