Wellness
02.06.2017

Warum man nach links gedreht schlafen sollte

Schläft man nachts auf der linken Seite, kann das Risiko Sodbrennen zu bekommen deutlich minimiert werden.

Jeder schläft anders, dreht man sich während der Schlummerstunden auf die linke Seite, erlebt man jedoch einen entscheidenden Vorteil: Linksschläfer bekommen seltener Sodbrennen, auch Reflux genannt, wie Wolfgang Rösch vom Nordwestkrankenhaus in Frankfurt am Main im Interview mit der Pharmazeutischen Zeitung schildert. "Rechtsschläfer haben doppelt so häufig Sodbrennen wie Linksschläfer. Deshalb sollten Patienten sich bei nächtlichen Beschwerden einfach auf die linke Seite legen. Das hat anatomische Gründe, weil der Mageneingang, der sich auf der rechten Körperseite befindet, dann nach links zieht", erklärt Rösch.

Nimmt der Mensch Nahrung zu sich und schluckt diese nach dem Kauen, wandert der Speisebrei durch die Speiseröhre in den Magen. Unmittelbar vor dem Mageneingang ist die Speiseröhre jedoch etwas gekrümmt und verläuft leicht nach links. Liegt der Mensch auf der linken Seite, befinden sich Magen und Inhalt unter der Speiseröhre. Liegt der Mensch auf der rechten Körperhälfte, befindet sich der Magen vor allem oberhalb der Speiseröhre. Bei Linksschläfern fließt saurer Magensaft seltener in die Speiseröhre und löst damit auch seltener Sodbrennen aus. Bei Rechtsschläfern ist es umgekehrt.

Auch der Oberkörper sollte bei Reflux-Geplagten nachts leicht erhöht liegen. Hier kann man beispielsweise mit einem zweiten, großen Polster arbeiten oder den Kopfteil des Lattenrosts verstellen, sofern das möglich ist.

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