Wellness
07.02.2017

Wellness-Tempel machen Thermen Konkurrenz

Thermen haben weniger Tagesgäste. © Bild: Getty Images/Drazen/istockphoto

Während die Eintrittspreise für Thermen steigen, sinken die Gästezahlen. Ein Mitgrund ist die wachsende Konkurrenz durch Erlebnis-Hallenbäder und Wellness-Resorts.

Die Thermen haben im Vorjahr die Anzahl der Eintritte um 0,8 Prozent auf 9,3 Millionen erhöht, allerdings bei sinkender Zahl von Tagesgästen. Sie gingen 2016 um nahezu zwei Prozentpunkte auf nunmehr knapp 62 Prozent zurück, womit mehr als 3,5 Millionen Eintritte lediglich stundenweise Besuche waren.

Im Durchschnitt kam die Hälfte aller Besucher einer Therme aus dem direkten Einzugsgebiet, geht aus dem heute veröffentlichten Branchenradar des Beraters Kreutzer Fischer & Partner hervor.

Kürzere Aufenthalte & größere Konkurrenz

Neben den kürzeren Aufenthalten drückt auch die Konkurrenz durch große Erlebnis-Hallenbäder und Wellness-Resorts auf die Thermen. "Die Anzahl der Eintritte in thermenähnlichen Bädern liegt bundesweit mittlerweile bei knapp einer Million. Dazu kommen noch die Gäste in den zahlreichen Wellness-Hotels", rechnen die Berater vor.

https://images.kurier.at/46-89952319.jpg/245.280.418 Getty Images/BraunS/istockphoto Woman spending a winter night in a heated swimming Young woman swimming in heated swimming pool during winter night. Bildnummer: 496388332 Schwimmbecken, Nacht, Whirlpool, Natürliches Thermalbecken, Spa - Belgien, Dampf, Winter, Frauen, Schwimmen, Urlaubsort, Wegsehen, Kurbehandlung, Sauna und Nassmassage, Vergnügen, Wasser, 2015, Eine Frau allein, Eine Person, Erwachsene Person, Europäischer Abstammung, Fotografie, Freibad, Freizeit, Horizontal, Idylle, Im Freien, Junge Frau allein, Junge Frauen, Junger Erwachsener, Lebensstil, Lichterscheinung, Menschen, Nur Erwachsene, Nur Frauen, Schöne Menschen, Schönheit, Urlaub, Weibliche Person, Wärme, Heilende Thermalbäder nebensächlich

Sie vermuten, dass sich die Thermen die Konkurrenz selbst herangezogen haben. "In den letzten Jahren verschwammen die Grenzen zwischen klassischen Thermen und thermenähnlichen Bädern mehr und mehr. Die Thermalquelle, früher das entscheidende Asset einer Therme, ist quasi zu einem Randthema geworden.

Den Weg dazu haben die Thermen selbst geebnet. Denn auf der Suche nach neuen Zielgruppen und einem moderneren Image haben sich in den letzten zwanzig Jahren allerorts Thermen mit Gesundheits-Touch in Erlebnisbäder gewandelt, inklusive Kinderbecken und Wasserrutschen", so die Schlussfolgerung von Kreutzer Fischer & Partner.