Diese App warnt vor Schweißgeruch

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Foto: Hersteller So sieht Kunkun Body aus.

Entwickler aus Japan haben eine App programmiert, die der schweißbedingten Geruchsbelästigung am Arbeitsplatz entgegenwirken soll.

Fühlen Sie sich im Sommer vom Körpergeruch mancher Kollegen belästigt? Oder machen Sie sich vielleicht selbst Sorgen über die Olfaktorik Ihrer Ausdünstungen? Dank eines neuen Gadgets aus Japan, welches via Bluetooth mit dem Smartphone und einer App synchronisiert wird, könnte sich diese Problematik bald in (wohlriechender) Luft auflösen.

App warnt vor Achselschweiß

Mit dem Gadget namens Kunkun Body, das optisch einem Aufnahmegerät ähnelt, kann man den Eigenschweiß selbst testen. Ausgespuckt wird eine Bewertung, die den Geruch in drei Kategorien einteilt. Nachdem man den Test mittels Sensor an einer Körperstelle (hinter den Ohren, am Kopf, unter den Achseln oder an den Füßen) durchgeführt hat, sind die Ergebnisse am Smartphone ablesbar. Im "schlimmsten Fall" mahnt die App "Sofortmaßnahmen zu ergreifen".

Der Produktname Kunkun Body leitet sich vom japanischen Wort für "schnüffeln" her. Entwickelt wurde das Gerät vom Hersteller Konica Minolta, einem Unternehmen, das bis vor zehn Jahren nach Canon und Nikon als drittgrößter Kameraproduzent der Welt galt.

Geniale Geschäftsidee

Daisuke Koda, Leiter der Innovationsabteilung bei Konica Minolta, sagte gegenüber dem Guardian, dass man im Zuge der Recherche realisiert habe, dass ein kein Gerät zur Messung von Körpergeruch gibt. "Das hat uns zu der neuen Geschäftsidee geführt", erinnert sich Koda im Gespräch. Koda verweist auch auf Studien, die belegen, dass die Bedenken bezüglich des eigenen Körpergeruchs in Japan zu den häufigsten Sorgen am Arbeitsplatz zählen. Einen Arbeitskollegen mit der von ihm ausgehenden Geruchsbelästigung zu konfrontieren, sei aber ein großes Tabu.

Derzeit befindet sich das Produkt noch via Crowdfunding in der Finanzierungsphase. Vorbestellungen für einen Einstiegspreis von 30.000 Yen (rund 230 Euro) sind bereits möglich. Ob die Innovation außerhalb Japans am Markt eingeführt wird, ist dem Konzern zufolge fraglich. Die größte Marktchance sieht man bei Konica Minolta nämlich am heimischen Markt, wo Schweißgeruch und andere Verstöße gegen die Etikette in der Arbeitswelt extrem verpönt sind. So wundert es fast nicht, dass die Japaner ein eigenes Wort für störende Ausdünstungen von Kollegen haben – "sumehara" ist am ehesten mit dem Wort "Geruchsbelästigung" zu übersetzen.

(kurier / pama) Erstellt am
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