Ein zehnminütiger Spaziergang kann bei Diabetes-Patienten hilfreich sein.

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Spazieren gegen Diabetes
10/19/2016

Spazieren gegen Diabetes

Eine Studie legt nahe, dass Spaziergänge unmittelbar nach dem Abendessen blutzuckerregulierend und damit günstig auf Typ-2-Diabetes-Patienten wirken.

Neuseeländische Forscher haben sich die Rolle von Bewegung bei der Behandlung von Typ 2 Diabetes im Detail angesehen. Die Erkenntnis: das richtige Timing und die Länge machen den Unterschied.

Im Zuge einer Untersuchung mit kleiner Stichprobe fand man heraus, dass ein Spaziergang nach der Einnahme einer Mahlzeit den Blutzucker wirksam reguliert. Beim Abendessen war dieser Effekt besonders stark. Probanden, die sich nach dem Abendessen die Beine vertraten, wiesen danach einen um 22 Prozent reduzierten Blutzuckerwert auf. Der Effekt des Spaziergangs war dabei sogar stärker als bei täglichem Training, das 30 Minuten dauerte.

Heilung mit jedem Schritt

In der Vergangenheit haben zahlreiche Untersuchungen die Relevanz für Sport bei der Senkung des Diabetes-Risikos beziehungsweise bei der Behandlung der Krankheit belegt. Der positive Effekt wird gemeinhin damit erklärt, dass Zucker in der Muskulatur verstoffwechselt wird. Je mehr Muskeln man hat, desto mehr kann man aufnehmen und desto weniger Zucker ist im Blut. Selbst leichtes Wandern oder Nordic Walking führt schon qualitativ zu einer besseren Muskulatur.

Da sich körperliche Aktivität bei Diabetes-Betroffenen mitunter unterschiedlich auswirken kann, sollte man stets mit einem Arzt Rücksprache halten, um eine individuelle Behandlung bei Diabetes möglich zu machen.

Was Typ 1 Diabetes von Typ 2 Diabetes unterscheidet

Laut der Initiative Diabetes Austria gilt es den eher seltenen Typ 1 Diabetes vom häufigeren Typ 2 Diabetes zu unterscheiden. Letzterer tritt Studien zufolge mit zunehmendem Wohlstand einer Gesellschaft immer häufiger auf und betrifft auch in Österreich inzwischen immer jüngere Menschen.

Fünf bis zehn Prozent aller Diabetes-Patienten sind vom Typ 1 betroffen. In Österreich leben demnach aktuell um die 50.000 Betroffene. Bei Typ 1 Diabetes besteht ein Mangel am Hormon Insulin im Körper, der durch Insulininjektionen ausgeglichen werden muss. Die Genetik spielt hierbei eine geringe Rolle. Es wird angenommen, dass eine Virusinfektion den Insulinmangel auslöst.

An Typ 2 Diabetes leiden wesentlich mehr Menschen. Begünstigt wird die Erkrankung durch fettreiche, ballaststoffarme Ernährung, Bewegungsmangel, Rauchen, Bluthochdruck und durch ein höheres Lebensalter. Übergewicht gilt als besonders wichtiger Faktor: Durch den erhöhten Körperfettanteil sprechen die Körperzellen immer weniger auf das Insulin an. Eine Insulinresistenz wird gebildet. Die Bauchspeicheldrüse produziert daraufhin mehr Insulin. In der ersten Zeit kann sie der Insulinresistenz zwar gut entgegenwirken, nach einigen Jahren versiegt jedoch die Insulinproduktion.

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