Wellness
25.04.2017

Warum man in Magnesiumsulfat baden sollte

Bereits seit dem 17. Jahrhundert wird das Magnesiumsalz der Schwefelsäure bei der Schmerzbehandlung angewandt. Mittlerweile hat es auch in Lifestyle- und Promikreisen Beliebtheit erlangt.

Wie bereits erwähnt handelt es sich bei Magnesiumsulfat um ein Magnesiumsalz der Schwefelsäure, mit herkömmlichem Speisesalz hat es also nichts zu tun. Wegen seines bitteren Geschmacks werden die farb- und geruchlosen Kristalle oft auch Bittersalz genannt. Hollywoodstars schwören angeblich darauf.

Die therapeutischen Effekte des beliebten Heilmittels sind wissenschaftlich nur unzureichend erforscht und bestätigt. "Wenn man sich die wissenschaftlichen Studien dazu ansieht, gibt es keine allzu eindeutigen Hinweise auf eine tatsächliche Wirkung", sagt Bret C. Jacobs, Sportmediziner und Orthopäde aus New York, gegenüber dem Gesundheitsportal health.com. "Aber gleichzeitig gibt es auch nichts, was die Wirkung widerlegt", so Jacobs weiter.

Für ein Magnesiumsulfat-Bad sollte man etwa 400 Gramm in 56 Litern Wasser lösen. In der Theorie nimmt der Körper die Salze des Magnesiumsulfats über die Haut auf. Im Körper wirken sie wiederum Entzündungen und Gelenksschmerzen entgegen und können die Entschlackung fördern. Auch entspannend, schlaffördernd, stimmungsaufhellend und gegen Migräne soll ein Magnesiumsulfat-Bad helfen. Jacobs zufolge gibt es auch Erhebungen, die zeigen, dass ein Bad mit Magnesiumsulfat einen veränderten Magnesiumgehalt in Blut und Urin bewirken kann. Große Mengen könnten über die Haut jedoch nicht aufgenommen werden.

Skeptiker bezweifeln dem Facharzt zufolge, dass derartige Effekte auf das Magnesiumsulfat zurückzuführen sind: "Sie machen das warme Wasser oder einen Placebo-Effekt dafür verantwortlich". Jacobs räumt jedoch ein: "Es wird seit vielen Jahren verwendet, genauer gesagt seit 1650 – in gewisser Weise gibt es gegen 350 Jahre der Verwendung kein Argument."