Die weibliche Periode wird oft tabuisiert.

© Getty Images/iStockphoto/PeopleImages/iStockphoto

Menstruation: So aufgeklärt ist Österreich

Menstruation: So aufgeklärt ist Österreich

Eine der weltweit größten Erhebungen zum Thema Menstruation zeigt Spannendes auf.

07/18/2016, 09:53 AM

Für rund die Hälfte der Weltbevölkerung ist die monatliche Periode naturgemäß etwas vollkommen Alltägliches. Dennoch ist der weibliche Menstruationszyklus beziehungsweise das Regelblut an sich auch heute noch mit zahlreichen Tabus behaftet, löst bei vielen Menschen ein seltsames Unbehagen aus und wird in der öffentlichen Darstellung entweder auf absurde Art und Weise geschönt ("blaues Blut" in der Werbung) oder gänzlich zensiert (Löschung von Bildern in sozialen Medien). Meist verhindern soziale Normen oder gesellschaftliche Konventionen beziehungsweise unzulängliches Wissen über die Menstruation einen offenen, tabulosen Umgang mit der Thematik.

Mit dem Ziel ein umfassendes globales Bild der Wahrnehmung der Periode zu zeichnen, hat das Unternehmen hinter der Zyklus-App Clue im November 2015 eine großangelegte Umfrage gestartet. In Zusammenarbeit mit der International Women’s Health Coalition, einer New Yorker Interessenvertretung für Frauengesundheit und Frauenrechte, hat Clue deshalb 90.000 Frauen zu verschiedensten Aspekten der Menstruation befragt.

Die zentralen Erkenntnisse

87 Prozent der Österreicherinnen gaben an, über den Beginn ihrer Periode "belehrt", sprich informiert, worden zu sein. Dieser Prozentsatz wird nur von Dänemark, hier bezeichnen sich ganze 93 Prozent als aufgeklärt, Japan (92%), Großbritannien (90%), Australien (88%), Neuseeland (92%), Deutschland (89%) und Kanada (90%) übertroffen.

Nur 23 Prozent der Österreicherinnen fühlen sich nicht wohl dabei die Periode mit weiblichen Familienmitgliedern zu besprechen. Hier ist die Hemmschwelle demnach relativ gering. In Algerien, Tunesien und Dänemark gehen sogar über 90 Prozent der Frauen mit diesem Thema ganz offen im familiären Umfeld um.

Mit Klassenkameradinnen oder Arbeitskolleginnen sprechen 78 Prozent der Österreicherinnen bereitwillig über die Regel. Bei männlichen Klassen- oder Arbeitskollegen ist die Zurückhaltung höher. Nur 26 Prozent pflegen auch hier einen offenen Umgang. In Italien, Spanien, Schweden, Mexiko, Argentinien, Peru, Portugal und auf den Philippinen sind es über 40 Prozent.

Im Zuge der Studie wurden auch die beliebtesten Euphemismen für "Periode" erhoben. Im deutschsprachigen Raum wird die Periode am häufigsten mit den Begriffen Erdbeerwoche, rote Tante, rote Armee, oder rote Welle beschönigt.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier.

Was hilft bei Regelschmerzen?

Wir würden hier gerne ein Login zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.

Liebe Community,

Mit unserer neuen Kommentarfunktion können Sie jetzt an jeder Stelle im Artikel direkt posten. Klicken Sie dazu einfach auf das Sprechblasen-Symbol rechts unten auf Ihrem Screen. Oder klicken Sie hier, um die Kommentar-Sektion zu öffnen.

Menstruation: So aufgeklärt ist Österreich | kurier.atMotor.atKurier.atFreizeit.atFilm.atImmmopartnersuchepartnersucheSpieleCreated by Icons Producer from the Noun Project profilkat