Wellness
18.12.2017

Wie gesunde Ernährung die Psyche des Kindes stärkt

Einer Studie zufolge wirkt sich gesundes Essen bei Kindern nicht nur positiv auf die körperliche, sondern auch auf die psychische Gesundheit aus.

Kinder, die gesund essen, sind selbstbewusster, haben weniger Konflikte mit Gleichaltrigen und sind emotional stabiler. Das hat eine Studie der schwedischen Universität Göteborg ergeben.

Im Zuge der Erhebung, die im Fachblatt BMC Public Health publiziert wurde, stellten die Forscher fest, dass Kinder zwischen zwei und neun Jahren, die sich über einen Zeitraum von zwei Jahres gesund ernährten, auf psychischer Ebene profitierten. "Unsere Erkenntnisse legen nahe, dass eine gesunde Ernährung das kindliche Wohlbefinden verbessern kann", betont Louise Arvidsson, Mitautorin der Studie.

Selbstbewusster und stabiler

Untersucht wurden über 7.600 Kinder aus acht europäischen Ländern, darunter Belgien, Zypern, Deutschland, Italien und Schweden. Anhand des Healthy Dietary Adherence Score (HDAS), einer Skala zur Bewertung gesunder Ernährung, Elternbefragungen und der Messung von Größe und Gewicht der Kinder wurde überprüft, wie sich das Essverhalten auf die Psyche der Heranwachsenden auswirkt. Es konnte ein Zusammenhang zwischen ausgewogener Ernährung und einem höheren Selbstbewusstsein, weniger Problemen mit Gleichaltrigen (beispielsweise Mobbing) und einer stabileren psychischen Verfassung belegt werden.

Besonders überrascht waren die Forscher von der Tatsache, dass die positiven Effekte unabhängig vom sozioökonomischen Status und Körpergewicht der Kinder auftraten. Außerdem scheint der Zusammenhang zwischen gesunder Ernährung und einem gestärkten Wohlbefinden in beide Richtungen zu funktionieren: So neigen psychisch stabile Kinder auch eher zu ausgewogenen Essgewohnheiten.

In Folgestudien soll nun geklärt werden, ob der Zusammenhang auch bei Kindern mit Diagnosen wie Depressionen, Angstzuständen oder Verhaltensauffälligkeiten haltbar ist.