Wellness
04.10.2017

Intensivstation: Opa kuschelt mit einsamen Babys

David Deutchman besucht regelmäßig die Intensivstation des Kinderkrankenhauses in Atlanta, um dort Neugeborene zu betreuen, deren Eltern diese nicht regelmäßig besuchen können.

Ganz vorsichtig nimmt David Deutchman die kleinen Finger eines neugeborenen Babys in seine Hand. "Alles gut, Kumpel. Alles wird gut", sagt er mit sanfter Stimme. Seit über zwölf Jahren besucht der US-amerikanische Pensionist aus dem Bundesstaat Georgia nun schon jede Woche die Intensivstation des Kinderkrankenhauses in Atlanta, um Säuglingen den für sie so wichtigen Körperkontakt zu schenken.

Als freiwilliger "Baby Buddy" unterstützt er dabei Mütter und Väter, die aus verschiedenen Gründen nicht täglich bei ihren Babys im Spital sein können. Das berichtet unter anderem die Plattform Now This, die auch ein Video des Kuschel-Opas veröffentlicht hat. "Viele Eltern haben noch andere Kinder zuhause. Oder sie leben weiter weg und dann ist es schwierig für sie, hierher zu kommen", erklärt der Pensionist im Video.

Aufgrund von Personalknappheit können die Neugeborenen, die oft Wochen oder Monate auf der Intensivstation verbringen müssen, nicht immer ausreichend liebevoll umsorgt werden. In solchen Fällen springt Deutchman ein, nimmt die Kleinen auf den Arm, singt ihnen vor und spricht mit ihnen.

"Es hilft ihnen schneller zu wachsen und an Gewicht zuzulegen", betont Elisabeth Mittiga, Krankenschwester auf der Neugeborenenstation über den Effekt der Zuwendung. Über Deutchmans Engagement seien alle Mitarbeiter sehr froh: "Er ist wirklich ein Schatz."

In seinem Umfeld hätten viele Bekannte erst mit Unverständnis auf seine Tätigkeit als Baby-Kuschler reagiert: "Viele verstehen nicht, was für eine Belohnung es ist, ein Baby so halten zu dürfen."