Wellness
22.11.2017

Influencerin rechnet mit Diät-Drink-Hersteller ab

Auf Instagram tummeln sich neben etablierten Marken auch zwielichtige Labels. Den Hersteller eines ominösen Diät-Drinks nahm eine britische Bloggerin nun ins Visier.

Ein Getränk, das nach Schokolade schmeckt und überschüssige Kilos wie durch ein Wunder verschwinden lässt: Mit dieser Werbebotschaft preist ein britisches Unternehmen seine "The Choco Diet" an. Der dazugehörige Shake soll die Bildung des Hungerhormons Ghrelin im Körper hemmen – und damit den Appetit senken und zum Gewichtsverlust beitragen, heißt es auf der Homepage.

Charlotte Rollin, eine 20-jährige Bloggerin aus Großbritannien wurde in jüngster Vergangenheit von dem Unternehmen mehrmals kontaktiert und zu einer Kooperation eingeladen.

Rollin, der auf Instagram fast 3.000 User folgen, lehnte ab. Aus gutem Grund. Wie die Los Angeles Times und Mashable berichten, verfasste die Bloggerin, die Kommunikationswissenschaften studiert, ein E-Mail an das Unternehmen, in dem sie genau erklärt, warum eine Zusammenarbeit nicht infrage kommt. Einen Screenshot davon postete sie auf Twitter.

"Ich hatte gehofft, dass das Ausbleiben einer Antwort meinerseits dazu führen würde, dass Sie mich nicht mehr kontaktieren, allerdings haben Sie mir mittlerweile drei Mal wegen dieser 'Kooperation geschrieben und ich habe das Gefühl, dass ich antworten muss, um eine weitere Kontaktaufnahme zu verhindern."

"Dubios und gesundheitsschädigend"

In ihrem E-Mail betont die junge Frau, dass man bei "The Choco Diet" offenbar keine Ahnung habe, welche Art von Content sie produziert. Hätte man sich ihr Profil im Detail angesehen, wäre aufgefallen, dass "ich in den vergangenen fünf Jahren mit Anorexie zu kämpfen hatte".

Rollin schreibt auch, dass sie das Produkt als dubios einstufe und die Shakes keine gesunde Form des Abnehmens ermöglichen würden – "auch für Menschen, die keine Essstörung haben". Außerdem kritisiert sie die unseriöse Vermarkung der Shakes auf Instagram.

Nachdem die Britin das kritische E-Mail auf Twitter geteilt hatte, berichteten einige User, die ebenfalls auf Social Media aktiv sind, über ähnliche Kontaktaufnahmeversuche seitens des Unternehmens.