Wellness
01.06.2017

Fitness: Keine Frage der Kleidergröße

Courtney Harrough ist Rettungsschwimmerin. Dem gängigen Baywatch-Ideal entspricht sie nicht. Im Interview erklärt sie, warum man auch mit ein paar Kilogramm mehr auf den Hüften fit sein kann.

In der High School war Courtney Harrough im Schwimm-Team erfolgreich. Auch beim Wasserball war sie eine der besten. Als die heute 24-Jährige mit der Ausbildung zur Rettungsschwimmerin begann, musste sie sich wegen ihrer Figur jedoch Kritik und negativen Kommentaren stellen. "Eine Frau, die so groß war wie ich, aber dreimal weniger wog, sagte zu mir, 'Es fällt mir schwer zu glauben, dass du eine Sportschwimmerin warst'", erzählt Harrough Refinery29.

Auch in anderen Lebensbereich sei sie permanent mit dem Stigma, das korpulente Menschen umgibt, konfrontiert: "Wenn man als Plus-Size-Frau ein Unternehmern repräsentiert (…) wird man mit dem Stigma konfrontiert, dass man, wenn man dick ist, auch faul ist."

"Mein Körper ist stark, stabil & sexy!"

Auf Instagram kämpft die junge Frau mit Ehrgeiz gegen diese Vorurteile. Aufgrund ihres Gewichts würden viele annehmen, dass sie nicht in der Lage sei als Rettungsschwimmerin zu arbeiten, doch das sei nicht der Fall: "Mein Körper ist stark, stabil und sexy! Ich habe keine schlanken Beine und meine Schulten werden nicht von kleinen Knochen akzentuiert (…) aber ich habe Mut und den Willen alles zu versuchen", schreibt sie dort. Das sei alles, was man in der Welt brauche, um Erfolg zu haben.

Obwohl Harrough mental auf Erfolg getrimmt ist, erlebte sie als Rettungsschwimmerin auch Rückschläge. So gab es beispielsweise keine Badeanzüge in ihrer Größe, wie sie im Interview schildert. Doch auch davon ließ sie sich nicht einschüchtern – und stellte ihre eigene Uniform zusammen.

Ihre Botschaft an andere Frauen, die nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprechen: "Dicke Menschen können so viel mehr, als wir ihnen zutrauen."