Das Gehirn schläft nie. Davon zeugen unsere Träume. Sieben Fakten über die besondere Form des Erlebens.
06.10.16, 11:25
1. Frauen träumen, Männer aber auch
Frauen können sich deutlich häufiger an ihre Träume erinnern als Männer. Das wurde von Schlafforschern bereits Ende des 19. Jahrhunderts herausgefunden. Frauen haben auch öfter Alpträume, erzählen anderen öfter vom Geträumten und scheinen sich generell mehr dafür zu interessieren. In den 1950-er-Jahren wurden erstmals systematische Untersuchungen zu Trauminhalten durchgeführt. Es zeigte sich: Männer träumen von Aggression, Waffen, Sexualität und Situationen, die sich draußen abspielen. Frauen träumen von Kleidung, zwischenmenschlichen Konflikten und Emotionen.
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2. Der Fernseher als Traummacher
Unsere Träume werden maßgeblich von unserer Umwelt beeinflusst. Das zeigt sich nicht zuletzt in Studien, die vor einigen Jahrzehnten noch ein häufiges Auftreten von Schwarzweißträumen belegten. Damals wurde noch nicht in Farbe ferngeshen - mit dem Farbfernsehen wurden auch die Träume schließlich bunter.
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3. Kulturübergreifendes Träumen
Die Klassiker des nächtlichen Kopfkinos sind tiefes Fallen, Verfolgung, Zuspätkommen, Nacktsein oder Tod - unabhängig von Alter, Geschlecht und Herkunft. Das fanden kanadische Forscher Ende der 90er-Jahre heraus.
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4. Von Düften und Geschmäckern
Gerüche beeinflussen Träume ebenso wie vor dem Schlafen gegessene Speisen. Angenehme Düfte fördern die Schlafqualität, Scharfes kann zu Alpträumen führen.
Nicht nur Menschen träumen, auch bei vielen Tieren konnte in Studien eine Traumaktivität festgestellt werden. Das äußert sich bei Hunden beispielsweise in wildem Zucken und rudernden Beinen. Forscher konnten in Studien nachweisen, dass auch Tiere während dem Schlaf REM-Phasen erleben. Die Länge der REM-Phasen hängt dabei mit der Größe des Gehirns zusammen. Bei Säugetieren wie Katzen und Hunden nimmt sie bis zu einem Viertel des Schlafs in Anspruch. Bei Reptilien fehlt sie hingegen gänzlich.
Wird man vom Wecker aus dem Schlaf gerissen, sinkt automatisch die Wahrscheinlichkeit, dass man sich an das zuvor Geträumte erinnert. Schlafforschern zufolge hat das mit dem unvermittelten Schock zu tun, der uns beim Läuten des Weckers durchfährt. Man vergisst, wovon man gerade noch so lebhaft geträumt hat. Langsames, graduelles Aufwachen fördert das Erinnerungsvermögen.
Lange ging man davon aus, dass der Mensch nur in der REM-Phase träumt. Heute weiß man: Der Mensch träumt während des Schlafens in allen Phasen. Trauminhalte aus dem REM-Schlaf können jedoch meist besser wiedergegeben werden.
Unser Körper ist während der REM-Phase des Schlafs gewissermaßen paralysiert. Während dieser Schlafphase schickt das Gehirn ein Signal aus, das den gesamter Körper lähmt. Man spricht von einer Schlafparalyse, auch Schlafstarre oder Schlaflähmung, die sich durch die Lähmung der Skelettmuskulatur auszeichnet. Es handelt sich um eine vollkommen natürliche Erscheinung, die verhindern soll, dass im Traum erlebte Bewegungen real ausgeführt werden.
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