USA

Blauer Fleck am Arm: Mutter (25) plötzlich in Lebensgefahr

Eine US-Amerikanerin entdeckte einen blauen Fleck und eine rote Linie am Arm. Die Diagnose: ein lebensgefährliches Blutgerinnsel durch ein seltenes Syndrom.
Krankenwagen mit Blaulicht fährt schnell durch eine beleuchtete Stadt bei Nacht.

Mit 23 Jahren entdeckte Kelly Mifflin einen zunächst harmlos wirkenden blauen Fleck auf der Innenseite ihres linken Arms. Als dieser nicht von selbst verblasste, wurde sie misstrauisch. In der Notaufnahme stellten die Ärzte schnell fest, dass die Situation ernst war: Die junge Frau musste sofort mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden. 

Es stellte sich heraus, dass ein großes Blutgerinnsel, verursacht durch ein seltenes Syndrom, dahintersteckte. 

Blauer Fleck am Arm ging nicht mehr weg

Mifflin führte ein normales Leben, fühlte sich kerngesund und genoss zusammen mit ihrem Partner, ihrer Tochter und ihrem Hund einen glücklichen Alltag. Bis sich im April 2024 plötzlich alles änderte. 

Die US-Amerikanerin teilt ihre Geschichte nun auf TikTok, um anderen Betroffenen Mut zuzusprechen und darauf aufmerksam zu machen, auch scheinbar harmlose Anzeichen wie hartnäckige blaue Flecken ernst zu nehmen.

Rote Linie neben Bluterguss

Als neben dem Bluterguss an ihrem Arm eine dünne rote Linie erschien, wandte sich Mifflin an ihre Freundin Lauren, eine ausgebildete Krankenschwester. Diese riet ihr dringend, die Ursache abklären zu lassen. "In der Notaufnahme packte mich jemand an der Hand, und der Arzt schaute mich an und sagte: 'Hey, das ist viel ernster, als wir dachten'", erinnert sich Mifflin im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SWNS

TikTokeri war in Lebensgefahr

Ihr Zustand war bereits lebensbedrohlich und erforderte rasches Handeln: "Es handelte sich um ein sehr großes Blutgerinnsel, und sie befürchteten, dass ich es nicht schaffen würde, wenn wir mit einem normalen Krankenwagen fahren würden. Sie dachten, ich würde sterben, bevor wir dort ankommen", berichtet die junge Frau.

Blauer Fleck am Oberarm

Klein und eher unscheinbar: So sah der blaue Fleck der 25-jährigen Kelly Mifflin aus.

Risikoreiche Notoperationen

Bei einer Operation wurde Mifflin der größte Teil des Blutgerinnsels entfernt. Dabei stellten die Ärzte ein venöses Thoracic-Outlet-Syndrom fest, eine seltene, aber ernste Erkrankung, bei der Blutgefäße zwischen der obersten Rippe und dem Schlüsselbein eingeklemmt werden. Dieses Engpassyndrom hat auch die Thrombose im Oberarm ausgelöst. Was ihr nicht bewusst war: Jedes Mal, wenn die US-Amerikanerin ihren Arm hob, wurde die Blutzufuhr zu ihrem Arm unterbrochen. 

Um dies zu beheben, wurde in einer weiteren Operation die oberste Rippe entfernt. Doch der Eingriff war risikoreich. Der behandelnde Arzt warnte, dass sie dabei die Armfunktion verlieren, einen Lungenkollaps erleiden, Infektionen bekommen oder sogar sterben könnte.

Herzinfarkt nach Operation

Miffins überstand die sechsstündige OP zwar erfolgreich, erlitt jedoch einen Tag später einen Herzinfarkt. Nach der Entlassung standen Wochen mit bis zu vier Krankenhausterminen pro Woche bevor. Rund ein Jahr später musste sie während ihrer zweiten Schwangerschaft erneut notoperiert werden, weil sich wieder ein Blutgerinnsel gebildet hatte. 

25-Jährige muss lebenslang Blutverdünner nehmen

Heute, mit 25 Jahren, geht es ihr zwar wieder gut, doch sie muss ein Leben lang zweimal täglich Blutverdünner nehmen und kann keine eigenen Kinder mehr bekommen, da das Risiko für Mutter und Kind zu hoch ist. Trotz aller Rückschläge verliert die junge Frau nicht den Mut: "Meine Geschichte ist noch nicht zu Ende, und ich danke Gott, dass er mich hier behalten hat und ich bei meiner Familie und meinen Freunden sein kann."

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