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05.07.2018

Studie: Stofftaschen doch nicht so gut für Umwelt wie gedacht

Die britische Umweltagentur hat herausgefunden, dass sich die Plastik-Alternativen erst nach einer gewissen Tragehäufigkeit rentieren.

Die EU geht im Kampf gegen Plastik-Müll rigoros vor. Nicht nur in Supermärkten kann der Einkauf nur noch in Papiersackerln mit nach Hause genommen werden, auch immer mehr Boutiquen suchen der Umwelt zuliebe nach Alternativen. Besonders beliebt: Tragetaschen aus Baumwolle - gerne auffällig mit dem Logo der Marke bedruckt.

Mindestens 131 Mal tragen

Im Zuge einer Studie, die von der britischen Umweltagentur veröffentlicht wurde, kam nun heraus: Stoffbeutel sind erst ab einer gewissen Tragehäufigkeit umweltschonender als die Versionen aus Plastik. Wer einen Stoffbeutel kauft oder bei einem Einkauf geschenkt bekommt, sollte diesen mindestens 131 Mal benutzen, damit dieser eine geringeren Einfluss auf die Umwelt hat als eine Plastiktüte. Da die Baumwolle in der Herstellung nicht nur mehr Wasser verbraucht, sondern auch Pestizide verwendet werden, steigt in Kombination mit dem höheren Aufwand bei der Verarbeitung der CO2-Fußabdruck.

Zum Vergleich: Wer ein Plastiksackerl nur ein einziges Mal wiederverwendet, fällt mit einem Baumwollsackerl erst in die gleiche Umweltkategorie, wenn er dieses 173 Mal verwendet hat. Um auf diese Zahl zu kommen, muss eine Tasche fast sechs Monate lang jeden Tag getragen werden. Fazit der Untersuchung: "Ganz gleich, welche Art von Tasche verwendet wird, der Schlüssel, um deren Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren, ist, sie so oft wie möglich zu verwenden." Taschen aus Baumwolle bleiben aufgrund ihrer Recycling-Möglichkeit nach wie vor die bessere Alternative zu Plastik. Jedoch sollten sich Kunden bewusst sein, dass sie von diesen nicht unzählig viele sammeln sollten - sondern die bereits vorhandenen auch in die Lieblings-Boutique zum Shoppen mitnehmen können.