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Style
06/15/2019

Strandmode 2019: Ab jetzt wird ohne Baucheinziehen gebadet

Noch nie gab es so viele verschiedene Bikinis und Badeanzüge – für jede Figur.

Durch die Lautsprecher des Gänsehäufels tönt allabendlich "Badeschluss" von der Band 5/8erl in Ehr’n und in den Eissalons wird für das Feierabend-Stanitzel geduldig in der Warteschlange gestanden. Der Sommer hat endlich in Österreich Einzug gehalten – und mit ihm leider auch die Zeit für Kritik am eigenen Körper. Trotz der Body-Positivity-Bewegung der vergangenen Jahre, bei der Schönheit in allen Konfektionsgrößen gefeiert wird, hadern immer noch viele Frauen mit ihrem Körper.

Diese Selbstzweifel will die deutsche Erfolgs-Autorin Sandra Wurster den Besucherinnen ihrer "Love Your Belly"-Workshops (workshops.bauchfrauen.com), die an diesem Wochenende erstmals in Wien stattfinden, nehmen. Mit Motivations-Vorträgen, einer Tanzeinheit und Meditation soll innerhalb von vier Stunden mehr Akzeptanz und Liebe für den eigenen Bauch geschaffen werden.

Modelle für jede Figur

Das Wohlfühlen steht auch bei den Bademoden-Herstellern zunehmend im Fokus. Noch nie zuvor gab es eine so große Auswahl an Kreationen für jeden Figurtyp. Waren in den Neunziger Jahren noch Triangel-Bikinis mit knappen Höschen omnipräsent, haben Kundinnen heuer eine riesige Auswahl an verschiedenen Modellen. "Grundsätzlich gilt: Jede Frau soll das tragen, was ihr gefällt. Hauptsache, sie fühlt sich wohl darin", sagt Eva Steinmetz, Category Manager Swimwear bei Palmers.

Jedoch sei der richtige Schnitt für den eigenen Figurtyp entscheidend, um im Freibad oder am Strand nicht ständig an sich herumzupfen zu müssen. "Ich empfehle Frauen mit großer Oberweite Bikini-Oberteile und Badeanzüge mit Bügeln. Hat das Modell keine Bügel, geben breite Träger den nötigen Halt."

Die neuen hochsitzenden, mit einem hohen Beinausschnitt versehenen Höschen im Retro-Stil schmeicheln nicht nur Frauen mit Konfektionsgröße 34. Steinmetz: "Sie verlängern optisch das Bein." Diesen Effekt haben auch Unterteile, bei denen mithilfe von Maschen die Passform individuell geändert werden kann.

Für Barbara Gölles, Gründerin des Wiener Bademoden-Labels Margaret and Hermione, ist der Badeanzug einer der wichtigsten Trends der Saison. "Er ist ein absoluter Allrounder und kann sogar als Body getragen werden", sagt die Designerin. Wer es auffälliger mag, kann zu neuen Modellen mit schimmernden Pailletten und Prints greifen.

Ganz gleich für welche Bademode man sich entscheidet, ein alter Trend kann getrost ausgelassen werden: Baucheinziehen. Dann lieber noch ein Eis genießen.