Style
31.10.2017

Models zeigen Wahrheit hinter "perfekten" Körpern

Die Laufstegschönheiten Diana Sirokai und Callie Thorpe ließen ein Foto von sich nachbearbeiten, um auf den übertriebenen Einsatz von Photoshop aufmerksam zu machen.

Dass kein Foto ohne Nachbearbeitung auf einem Plakat oder in einem Magazin erscheint, ist längst keine Überraschung mehr. Doch zwischen einer minimalen Aufhellung der Augenfarbe und einer Komplett-Veränderung des Körpers liegen Welten. Letzteres geht sogar so weit, dass die abgebildete Person nicht einmal mehr als solche erkennbar ist. Diese Problematik und die daraus resultierende Verzerrung von Schönheitsidealen wollten die beiden Models Diana Sirokai und Callie Thorpe aufzeigen.

"Wir leben in einer unechten Welt"

Auf ihrem Instagram-Account postete Diana ein Foto mit ihrer Freundin. Besonders auffällig ist die Aufnahme nicht - erst beim Blick auf das Original, auf dem die Models deutlich mehr Kurven haben, wird die drastische Nachbearbeitung deutlich.

"Ich muss sagen, wir sehen auf beide Arten toll aus", schrieb Diana unter das Posting. "Der Zweck dahinter war, euch allen zu zeigen, wie Magazine und Medien die Nachbearbeitung auf ein neues Level heben." Models und Prominente würden sich selbst nicht mehr ähnlich sehen. "Wir leben in so einer unechten Welt, es ist Zeit, das Echte zurückzubringen." Sie hatte die Aufnahme zuvor an eine Fotografin geschickt, um sie retuschieren zu lassen.

In Frankreich hat man kürzlich dem exzessiven

Photoshop-Einsatz den Kampf angesagt
. Seit 1. Oktober 2017 müssen sämtliche Werbefotos, auf denen der Körper des Models verändert wurde, dementsprechend gekennzeichnet werden. Firmen, die das neue Gesetz ignorieren, müssen mit einer Geldstrafe von 37.500 Euro rechnen.