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Academy Awards
02/26/2017

Oscars: Die aufwendige Beauty-Vorbereitung der Stars

Damit sie auf dem roten Teppich makellos aussieht, bereiten Stars ihre Haut speziell vor.

von Maria Zelenko

Mit einem großen Pickel aufzuwachen findet niemand schön. Besonders unangenehm ist es jedoch, wenn das eigene Aussehen in Kürze von einem Millionenpublikum beurteilt wird. Heute Nacht sind die Augen auf Stars wie Emma Stone und Natalie Portman gerichtet, wenn in Los Angeles zum 89. Mal die Academy Awards verliehen werden.

Deshalb gilt es im Vorfeld nicht nur, das perfekte Kleid und den passenden Schmuck auszuwählen – sondern auch, das Hautbild zu perfektionieren. "Prominente achten 365 Tage im Jahr auf ihr Aussehen", sagt die Dermatologin Kerstin Ortlechner im Gespräch mit dem KURIER. "Ungefähr acht Wochen vor einem wichtigen Red Carpet-Event geht es an den Feinschliff." Vor allem für die Frauen bedeutet das viele Stunden in Schönheits-Kliniken und Ordinationen von Hautärzten.

Botox bis LED-Maske

Es gibt scheinbar nichts, mit dem die Problemchen im Gesicht nicht aus der Welt geschafft werden können: Chemische Peelings sorgen für einen klaren Teint, Augenringe verschwinden dank Unterspritzungen mit Hyaluronsäure und Radiofrequenz strafft die Haut. Eine spezielle LED-Maske hat es Jessica Alba und Rachel Weisz angetan, die nicht nur Entzündungen und Schwellungen mildert, sondern auch Sonnenschäden korrigieren soll. Und dann wären da noch die unzähligen Ampullen Botox, die während der Award-Saison verbraucht werden. In der letzten Minute werden solche Behandlungen jedoch nicht durchgeführt. "Bei Botox sieht man das Endergebnis erst nach 14 Tagen", erklärt Ortlechner. Außerdem könnten aufgrund der Spritze blaue Flecken entstehen, die erst abheilen müssen.

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Sprießt der befürchtete Pickel wenige Tage vor dem Auftritt auf dem roten Teppich, wird nicht selten zu Cortison gegriffen. "Dieses wird direkt in die Entzündung injiziert und lässt sie innerhalb kürzester Zeit abheilen", sagt die Hautärztin. Den Hollywood-Stars gehe es heute nicht mehr darum, völlig faltenfrei zu sein. "Ich habe vor kurzem Michelle Williams behandelt, die auf verschiedene Gesichtsbehandlungen und Peelings schwört." Das oberste Ziel: schöne und strahlende Haut.

Tückische Scheinwerfer

Ist das erreicht, wird am Tag des Events der Lieblings-Visagist nach Hause bestellt. Er kreiert gemeinsam mit einem Friseur den Red-Carpet-Look. "Starke Farbkombinationen werden bei den Oscars selten gewählt. Der perfekte Teint steht im Mittelpunkt", erklärt Nicole Bozsó, Make-up-Artist bei L'Oréal Paris.

Vor der Foundation wird ein Primer aufgetragen, damit das Make-up die ganze Nacht lang hält. Highlighter, der über den Wangenknochen appliziert wird, schummelt ein gesundes Strahlen. "Die starken Scheinwerfer auf dem roten Teppich lassen die Konturen des Gesichts optisch verschwimmen", weiß die Beauty-Expertin. "Deshalb muss zuvor unbedingt mit dunklem Puder konturiert werden."

Klassiker wie roter Lippenstift und Smokey Eyes machen sich auf Fotos nach wie vor gut. Nach ungefähr drei Stunden ist das Make-up fertig. Zum Schluss macht der Visagist noch ein Foto mit seinem Handy. So lässt sich kontrollieren, ob das Blitzlicht zu viele Schimmerpartikel zum Vorschein bringt. Nicole Bozsó weiß, dass ihre Kollegen in Hollywood heute bis zur letzten Minute noch Korrekturen vornehmen werden: "Die Kameras werden keinen Makel verzeihen."

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