Naomi Watanabe zeigt sich gerne im Bikini

© Instagram/watanabenaomi703

Naomi Watanabe
02/16/2017

Diese Frau trotzt Japans Schönheitsideal

Wie eine typische Japanerin sieht Naomi Watanabe nicht aus - und ist gerade deshalb so erfolgreich.

Kurvige Frauen fallen in Japan auf. Kein Wunder, denn gerade einmal drei Prozent der Einwohner sind laut der "World Health Organization" übergewichtig. Die Kehrseite dieser an sich positiven Statistik: Vor allem viele junge Frauen sind besorgniserregend dünn. Laut offiziellen Zahlen, die von der Regierung veröffentlicht wurden, sind mittlerweile 22 Prozent der Japanerinnen in ihren Zwanzigern untergewichtig.

Kurvige Frauen sollen sich auch in Japan wohl fühlen

Naomi Watanabe kann diesem Schönheitsideal nichts abgewinnen. Die 29-Jährige wiegt 110 Kilo - und somit das Doppelte anderer Frauen in ihrem Alter. Trotz fehlender Modelgrößen hat es die junge Frau beruflich ganz nach oben geschafft: Neun Millionen Follower folgen ihr auf Instagram, in TV-Shows ist sie gern gesehener Gast und ihre eigene Modelinie ein Bestseller. Und das obwohl die meisten Stores in Japan maximal Größe Medium verkaufen.

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"Japan ist nicht wie die USA. Man sieht hier nicht viele Plus-Size-Frauen", sagt Watanabe im Interview mit Washington Post. "Aber anstatt die Einstellung anderer Leute zu ändern, würde ich gerne dabei helfen, die Einstellung kurviger Frauen zu verändern, damit sie sich wohl fühlen."

Für Gewichtszunahme wolle sie nicht werben, jedoch versucht die Japanerin die positive Einstellung zum Körper zu fördern. Das tut sie in bunten Outfits, die sie ihren Fans auf Instagram präsentiert. Sich im Bikini zeigen? Für Naomi Watanabe kein Problem. Sie kann über sich selbst lachen - und kommt vielleicht gerade deshalb so gut an.

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Seit 2013 erscheint die Japanerin regelmäßig auf dem Cover eines Plus-Size-Magazins, im Jahr darauf folgte die eigene Modelinie. "In Japan konnten Frauen mit mehr Kilos nicht tragen, was sie wollten. Sie konnten keine Röcke anziehen, griffen nur zu Schwarz und haben keine Haut gezeigt." Mit der Linie Punyus wollte sie das ändern. Den Kundinnen scheint diese zu gefallen: "Manchmal kommen Frauen auf der Straße auf mich zu und sagen 'Dank dir habe ich Kleidung, in der ich mich cool fühle'".

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