Style
22.02.2018

Wie die Daunenjacke der Zukunft aussieht

Zum Start der Mailänder Modewoche präsentierte Moncler seine neue Kollektion. Wie Firmenchef Remo Ruffini seine Kunden auf Trab halten will.

Daunenjacken sind für viele eine Notwendigkeit und nichts, bei deren Kauf das modebegeisterte Herz höher schlägt. Dennoch verzeichnet Moncler mit Modellen, die nicht selten 1000 Euro kosten, zweistelligen Umsatzwachstum. Auf dem Erfolg ausruhen will sich Firmenchef Remo Ruffini dennoch nicht. Ganz im Gegenteil: Zum Start der Mailänder Modewoche lud das italienische Unternehmen nicht zu einer klassischen Fashion Show, sondern einer Art Installation.

Geklebte Daunenjacken

Präsentiert wurde das neue Projekt "Moncler Genius", für welches acht renommierte Gastdesigner ab Juni jeden Monat eine Kollektion auf den Markt bringen. Denn auch hier hat man verstanden: Wer im Zuge der Digitalisierung der Modebranche nicht untergehen will, muss den Kunden auf Trab halten - und mehr als nur zwei Kollektionen pro Jahr anbieten.

Unter anderem konnte Pierpaolo Piccioli von Valentino gewonnen werden, ebenso die irisch-britische Designerin Simone Rocha, von der es romantische Kreationen geben wird. Hiroshi Fujiwara soll die Snowboard-Szene an die Kassen locken, Craig Green den avantgardistisch orientierten Kunden. Dass ausgerechnet ein Daunenjacken-Label im Juni mit der Auslieferung der neuen Ware beginnt, ist für Ruffini nicht widersprüchlich. "Wir denken nicht mehr in Jahreszeiten", so der Geschäftsführer im Interview mit ICON.

Anders denken ist auch bei der Produktentwicklung die Devise. Zuletzt hat das Unternehmen versucht, immer mehr Nähte durch Kleben zu ersetzen. "Das Ziel ist die vollverklebte Jacke. Sie wird wasserdichter und winddichter sein. Und damit besser", so Ruffini.