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Mager-Skandal
04/07/2016

Model viel zu dünn: Gucci-Werbung wird verboten

Großbritanniens Werbeaufsicht fand die neue Kampagne unverantwortlich.

Wenn es um Werbung geht, ist mit den Briten nicht zu scherzen: Eine Gucci-Werbung darf seit Kurzem nicht mehr ausgestrahlt werden, weil die Werbeaufsicht nicht mit dem Aussehen der Models einverstanden war.

Abgemagert und unproportional

Die entsprechenden Bilder stammen aus einer Kampagne für das italienische Modehaus, im Dezember war der Clip auf der Seite derTimes zu sehen. Das Video, in dem Frauen durch eine Villa tanzen, entstand unter der Aufsicht des Kreativdirektors Alessandro Michele. Die Behörde "ASA" hat das Filmchen laut des britischen Guardian nun verboten, weil es ein Model zeige, das "ungesund dünn" aussieht. Die Frau habe einen sehr dünnen Körper, der unproportional wirke.

Das Label selbst wehrt sich mit Händen und Füßen gegen das Verbot und argumentiert, dass die Kampagne "auf ein älteres, anspruchsvolles Publikum" abziele und Dünnsein eine "subjektive Sache" sei. Man fände die Frau nicht zu dünn. Nirgendwo in der Kampagne seien Knochen zu sehen und auch beim Make-up und Licht sei darauf geachtet worden, dass man die Models nicht zu abgemagert aussehen lasse.

Die Organisation aber findet den Zustand des Models bedenklich und verbot den Clip kurzerhand. In Großbritannien ging man auch in der Vergangenheit rigoros gegen Magertrends vor, so wurde auch das Modehaus Saint Laurent zuletzt Opfer eines Verbots. In Frankreich wurde ebenfalls ein Gesetz verabschiedet, welches vorgibt, dass Mannequins ein ärztliches Attest vorlegen müssen. In Großbritannien wird derzeit ein ähnliches Gesetz geprüft.