Style
18.10.2017

"Höhle der Löwen": Warum eine Sportmarke überzeugte

Die Meinung zum jungen Sportlabel Morotai war gespalten - beeindrucken konnten letztendlich vor allem die Gründer selbst.

Sportmarken gibt es viele. Wer mit Platzhirschen wie Adidas und Nike konkurrieren möchte, muss Kunden mit einem anderen Zugang überzeugen können. Eine junge Marke namens Morotai will genau das schaffen. In der vergangenen Folge von "Die Höhle der Löwen" präsentierten die Gründer den fünf potenziellen Investoren ihre Idee - und konnten schlussendlich gleich zwei überzeugen.

Vier Typen, die umhauen

Rafy Ahmed kam im Alter von zwei Jahren mit seinen Eltern aus Pakistan nach Stuttgart. Bereits während seinem Modestudium stand die Entscheidung zur Gründung eines eigenen Modelabels fest. Gemeinsam mit Waldemar Wenzel, Werner Strauch und Andreas Mair wurde nicht nur an stylishen und atmungsaktiven Entwürfen getüftelt, sondern auch auf Specials wie zusätzliche Öffnungen für Kopfhörerkabel, Reflektoren und große Seitentaschen für Smartphones Wert gelegt.

Nach der Präsentation der in Schwarz und Weiß gehaltenen Kleidungsstücke für Männer, Frauen und Kinder waren nicht alle Investoren begeistert. "So richtig springt es nicht über", merkte Judith Williams nach der Präsentation an. Ihr fehle der USP. Die Gründer entgegneten, dass man sich durch bewusste Reduktion der Auswahl von der Konkurrenz abheben wolle. Auch Frank Thelen war nicht an einer Beteiligung interessiert. Carsten Maschmeyer war der Wettbewerb zu groß.

Auch Ralf Dümmel brauchte ein wenig, um mit der Idee warm zu werden. "Ich dachte mir 'Sportkleidung haben so viele', aber dann kamen da vier Typen rein, die einen wirklich umhauen", so der Unternehmer. Er bot schließlich 75.000 Euro für 25,1 Prozent. Auch Dagmar Wöhrl bekam Gefallen an der Idee und wollte Morotai gleich in ihren eigenen Modehäusern anbieten. Sie wollte für 20 Prozent 100.000 Euro investieren - und bekam schließlich den Zuschlag. Der Deal scheint zu laufen, denn mittlerweile hat Wöhrl bereits die Sportbekleidung in ihr Sortiment aufgenommen.