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10/27/2019

Warum die Queen trotzdem zu Meghan und Harry halten wird

In 67 Jahren Regentschaft hat Königin Elizabeth II schon so einiges gesehen.

Dass Prinz Harry und Herzogin Meghan ihre Emotionen an die Öffentlichkeit tragen, mag der bislang größte Fauxpas sein, den sich das Paar geleistet hat. Und den Sussexes wird ja bekanntlich so einiges vorgeworfen.

Das ging so weit, dass Harrys Vater Prinz Charles die Nase bereits gestrichen voll haben soll. Das ständige Drama zwischen Harry und seinem Bruder Prinz William sowie Meghan und der britischen Klatschpresse überschatte mittlerweile komplett, wofür das Königshaus eigentlich Beachtung finden sollte - die royalen Termine und Auftritte im öffentlichen Interesse.

Findigen Beobachtern fiel sodann gleich auf, dass in einem Zimmer der Queen auf einmal ein Foto der Eltern von Baby Archie fehlt. Doch Royal-Expertin Victoria Arbiter ist sich gegenüber Entertainment Tonight sicher, dass noch kein Grund zur Sorge besteht. Die Queen darf man - gerade in solchen Situationen - nicht unterschätzen.

Der "öffentliche Appetit"

"Die Queen hat immer gesagt: 'Never wear private grief on a public sleeve' ('Zeige deinen Kummer niemals öffentlich', Anm.) Sie ist zuallererst sehr pflichtbewusst, weil sie sich um die Monarchie als Institution kümmert, nicht um die einzelnen Akteure", erklärt Arbiter. "Obwohl ich denke, dass sie für das, was Harry und Megan durchmachen, Verständnis hat, würde sie wahrscheinlich eine Unterstützung hinter den Kulissen bevorzugen, statt den öffentlichen Appetit zu befriedigen."

Harry und Meghan gaben Anfang Oktober bekannt, dass sie rechtliche Schritte gegen Associated Newspapers einleiten werden. Harry verwies in diesem Kontext auf die Presse-Hetzjagd gegen seine Mutter, Prinzessin Diana. Er wolle vermeiden, dass sich derlei wiederholt. In der viel besprochenen ITV-Dokumentation vom Sonntag sprachen beide über das "Mobbing", mit dem die Herzogin momentan zu kämpfen hat, und das sie schwer belastet.

Bekannte Situation

Auch wenn die Queen es - frei nach dem Motto "never complain, never explain" - bevorzugt, sensible Situationen innerhalb des Palastes zu behandeln, dürfe man laut Arbiter nicht davon ausgehen, dass sie nicht doch noch öffentlich eingreifen könnte. "Ich denke, die Queen stimmt zu, dass die Boulevardzeitungen unbestreitbar grausam waren. Es gab Belästigungen, es gab sexistische und fremdenfeindliche Berichte, und ich denke, die Königin ist sich dessen sehr bewusst. Sie jongliert schon seit 67 Jahren mit den Medien", so Arbiter weiter.

Mit Diana habe es, wie bereits erwähnt, eine vergleichbare Situation gegeben. "Vor vielen Jahren, als Diana mit etwas Ähnlichem zu kämpfen hatte, zitierte die Königin alle Zeitungsredakteure in den Buckingham Palace und bat sie, die Sache ruhen zu lassen", erinnert sich die Expertin. "Sie bat um eine Pause und die Redakteure stimmten zu. Doch eine Woche später fotografierten sie Diana im Bikini am Strand". Die Hände der Königin seien also zu einem gewissen Grad gefesselt, da sie die Medien natürlich nicht kontrollieren, sondern lediglich an deren Moral appellieren kann. Doch hinter den Mauern des Buckingham Palastes ist es nicht in ihrem Interesse, ihren Enkel und seine Frau wegen grausamer Berichterstattung leiden zu sehen. Vor allem, da die tragische Geschichte Lady Dis nach wie vor präsent ist.

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