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08/12/2021

Vom Oscar-Star zum Flop-Garanten: Halle Berry rechnet mit Hollywood ab

Sie habe aufgrund ihrer Hautfarbe trotz ihres Oscars um gute Rollen kämpfen müssen, erzählte Halle Berry in einem Interview.

US-Schauspielerin Halle Berry musste nach eigenen Angaben auch nach ihrem Oscargewinn 2002 in Hollywood um ihren Platz kämpfen. "Es war überraschend", sagte die 54-Jährige dem US-Magazin Entertainment Weekly im Rückblick auf die Rollen, die ihr nach ihrem großen Erfolg mit dem Drama "Monster's Ball" angeboten worden waren.

Halle Berry musste nach Oscar um gute Rollen kämpfen

"Wenn du einen derartigen historischen Sieg hast, denkst du 'Oh, das wird ein grundlegender Umbruch.' Tatsächlich hat es mich grundlegend geändert, aber es hat nicht über Nacht meinen Platz im Geschäft geändert." Als schwarze Frau hätte sie weiterhin kämpfen müssen und sei gezwungen gewesen, Rollen anzunehmen, die ihr nicht sonderlich zusprachen, so Berry. "Als schwarze Frau hatte ich nicht immer Rollen, die ich absolut liebe."

In den vergangenen Jahren hatte Berry immer wieder ein Händchen für Flop-Projekte bewiesen. Schon ihr erster Film nach ihrem Oscargewinn, der Horror-Streifen "Gothika", wurde von Kritikern verrissen – wovon sich der Ruf der Schauspielerin bislang nicht erholen konnte.

Drei Jahre später versuchte sich Berry als Superheldin in der Comic-Verfilmung "Catwoman", konnte aber ebenfalls nicht überzeugen. Berry bekam für ihre Darbietung eine Goldene Himbeere – die sie persönlich entgegen nahm. Es folgten viele weitere Flops. An ihrem Oscar-Erfolg konnte Berry nicht mehr anknüpfen. 

Berry hatte 2002 für "Monster's Ball" als erste - und bis heute als einzige - schwarze Frau den Oscar als beste Hauptdarstellerin erhalten. Für den Film "Bruised", der ab Ende November auf Netflix zu sehen sein soll, stand Berry das erste Mal nicht nur als Schauspielerin vor der Kamera, sondern auch als Regisseurin dahinter.

Berry selbst macht den Mangel an Diversität in Hollywood für ihre langjährige Karriere-Flaute verantwortlich. "Unsere Städte sind voll mit schwarzen und dunkelhäutigen Menschen. Sehr oft sehen wir leider Filme, die in Chicago, New York, Atlanta und anderen großen Metropolen spielen, in denen farbige Menschen keine Rolle spielen", hatte sie bereits 2016 bei der Makers Conference gemeint. Sie habe gehofft, ihr Oscar-Gewinn würde schwarzen Frauen die Tür zu neuen Möglichkeiten öffnen. "Aber hier zu sitzen, 15 Jahre später, und zu sehen, dass keine weitere farbige Frau mehr durch diese Tür gegangen ist, bricht mir das Herz", so Berry damals.

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