Sarah Connor und das Buckelwal-Drama: Popstar polarisiert erneut

Mit einem Instagram-Posting löste Connor eine große Debatte aus. Der deutschen Sängerin wird vorgeworfen, das gestrandete Tier sterben lassen zu wollen.
Sarah Connor

Sarah Connor scheint immer öfter dazu zu tendieren, ihre ehrliche Meinung in der Öffentlichkeit kundzutun – und immer öfter eckt die deutsche Erfolgssängerin mit dem Gesagten (oder mit ihren Aktionen) an. Vergangenes Jahr beispielsweise polarisierte sie sowohl mit ihrem Werbespot für Lidl als auch mit dem Song "FICKA", Anfang 2026 wiederum meldete sie sich wütend aus Berlin, nachdem ein Brandanschlag an einer Kabelbrücke zehntausende Haushalte im Südwesten der Stadt ohne Strom waren. Eines ist klar: Die 45-Jährige nimmt sich kein Blatt vor den Mund.

So auch nicht in ihrem aktuellen Instagram-Posting über den vor der deutschen Ostseeinsel Poel gestrandeten Buckelwal Timmy. Dieser hat unter ihren Followern eine hitzige Debatte ausgelöst.

Connor: "Ein Super-Woman-Cape umwerfen"

Connors Beitrag über das gestrandete Tier ist sehr ausführlich. Die Sängerin hat sich bereits in der Vergangenheit unter anderem durch Kampagnen mit PETA gegen den Walfang, der Dokumentation "UNTER ORCAS" sowie mit der Gründung der Stiftung Iberian Orca Guardians im Jahr 2024 einen Namen gemacht. Deswegen scheint sie für viele Fans mittlerweile zur zentralen Anlaufstelle in Sachen Meeresschutz geworden zu sein. Deswegen fordern viele Fans, dass sich Connor für die Rettung des Buckelwals einsetzen solle.

Doch Connor stellt in ihrem Post klar, dass sie nicht in der Lage sei, dem Tier zu helfen. "Ich verstehe eure Anteilnahme und Sorge um den gestrandeten Buckelwal. Ich weiß, ihr wollt am liebsten, dass ich mir als Hobby-Meeresbiologin und Aktivistin ein Super-Woman-Cape umwerfe und den Wal retten gehe." Sie betonte, dass sie sich bereits mit Experten über die Situation ausgetauscht habe. Diese hätten jedoch klargemacht, dass die Rettung des Tieres nicht mehr möglich sei. 

"Aber: Ich habe schon mehrfach gestrandete und verendete Wale gesehen. Das passiert in der Natur nicht selten." Und: "Die wichtigste Sache sei es daher zu ergründen, wie es dazu kommen kann, welche Rolle wir Menschen dabei tragen und wie man ähnliche Tragödien künftig verhindern könnte." 

Connor versucht, tröstende Worte zu finden. "Ein Buckelwal hat eine dicke Fettschicht, die man Blubber nennt, und kann mehrere Wochen bis Monate ohne Futter auskommen. Es kann also sein, dass dieser Wal dort noch sehr lange so verharren wird." Ihr emotionaler, aber zugleich rationaler Beitrag schließt mit einem nüchternen Fazit: "So gerne ich in meinen Wetsuit springen und den Wal befreien würde… Ich kann ihm nicht helfen. Und wohl auch niemand anderes mehr."

Natürlich lässt die Sängerin die Gelegenheit nicht ungenutzt, um darauf aufmerksam zu machen, wie man als Durchschnittsbürger die Meere schützen kann. "Esst weniger oder am besten gar keinen Fisch, reduziert euren Konsum. Ich drück euch."

"So eine Aussage von dir hätte ich nie gedacht"

Connors Worte spalten ihre Fans. Zahlreiche Follower loben den reflektierten Umgang mit dem Thema und ihre Bemühungen, ihre Reichweite zur Aufklärung zu nutzen: "Danke, dass du deine Reichweite nutzt und darüber aufklärst", ist in der Kommentarspalte beispielsweise zu lesen. Andere User betonen Connors "vernünftige und kompetente Herangehensweise" sowie ihre "ehrlichen Worte".

Doch nicht alle teilen diese Meinung. Kritiker – und es finden sich in der Kommentarspalte sehr viele davon – werfen Connor vor, nicht genug unternommen zu haben, um dem Wal zu helfen. Die Enttäuschung vieler Fans richtet sich vor allem gegen Connors Entscheidung, den Expertenmeinungen, dass der Wal nicht mehr zu retten sei, zu folgen. 

Einige dieser kritischen Stimmen:

  • "Liebe Sarah, vielleicht erkundigst du dich nochmal über Wale. Ein sterbender Wal verhält sich komplett anders. Es gibt einige sanftere Rettungsversuche. Ein Wal, der so kämpft, darf einfach nicht zum Sterben verurteilt werden. Woher nehmen sich einige das Recht raus, über dieses Wildtier zu entscheiden? Es gehört hier nicht hin."
  • "Sehr enttäuschend, was du hier sagst. Wow, bin sprachlos, dass du wegguckst!"
  • "Die Aussage "Esst keinen Fisch" stört mich persönlich. Karpfen, Hecht, Waller, Amur und viele Teichfische mehr haben nichts mit diesem Debakel zu tun."
  • "So eine Aussage von dir hätte ich nie gedacht."
  • "Pfui Teufel, ich hab mal zu dir aufgeschaut, und jetzt so eine Meldung."
  • "Keiner erwartet, dass Sie mit einem Wetsuit ins Wasser gehen. Erwartet wurde, dass Sie sich öffentlich als Walaktivistin äußern. Ich habe nicht viel von Ihnen erwartet, aber diese Aussagen… Wahnsinn!"
  • "Soviel zum Thema informiert sein...naja..."
  • "Ai ai ai Sarah, daran merkt man, dass du absolut keine Ahnung hast...du warst nicht vor Ort und laberst alles nach, was die Medien dir vorgeben."
  • "Einen solchen Post kann man sich sparen! Es noch nicht einmal zu versuchen, geht gar nicht...."

Es bleibt abzuwarten, ob und wie sich Sarah Connor in den kommenden Tagen erneut zu dem Thema äußern wird. Klar ist jedoch, dass die Sängerin mit ihrem Post einen Nerv getroffen hat – und eine Diskussion angestoßen hat, die weit über den Fall des gestrandeten Wals hinausgeht.

Kommentare