König Felipe & Königin Letizia: Wieso sie in getrennten Betten schlafen
Felipe und Letizia
Ein überraschendes Detail aus dem Privatleben des spanischen Königspaares sorgt für Überraschung und Diskussionen: König Felipe VI. und Königin Letizia sollen getrennte Schlafzimmer haben. Was steckt dahinter? Schnarcht der spanische König? Braucht die Königin zu viel Platz im Bett? Oder hängt etwa gar der Haussegen schief?
Der Grund für die Schlafzimmer-Situation ist eine komplett andere, wie eine Royal-Expertin verriet.
Vorschrift des royalen Protokolls
Dass die spanischen Royals getrennt schlafen, kommt nur vor, wenn sie sich offiziell auf Reisen befinden, wirft María José Gómez Verdú ein. Dies habe pragmatische Gründe – und sei auch im traditionellen Protokoll so festgelegt. „Getrennte Schlafzimmer für König und Königin minimieren mögliche Risiken bei unvorhergesehenen Vorfällen, erleichtern die Logistik des Sicherheitsteams und stellen sicher, dass im Ernstfall mindestens ein Mitglied des Staatsoberhauptes schnell reagieren kann“, wird die Expertin von der spanischen Zeitschrift Lecturas zitiert.
„Das Protokoll ist unter anderem da, um die Sicherheit zu gewähren, die Kontinuität der Institution aufrechtzuerhalten und die Einsatzbereitschaft (der Royals) unter allen Umständen sicherzustellen“, fasst José Gómez Verdú zusammen und betont nochmals: „Aus protokollarischer Sicht ist die Entscheidung von König Felipe und Königin Letizia, während ihrer offiziellen Reisen in getrennten Räumen zu bleiben, nicht als persönliche Angelegenheit zu verstehen, sondern vielmehr als eine Maßnahme im Einklang mit der institutionellen Praxis anderer Königshäuser und Staatsoberhäupter.“
Diese Regel erinnert an die Vorschrift bei den britischen Royals, die besagt, dass manche Familienmitglieder der Königsfamilie nicht gemeinsam reisen dürfen. Der Grund liegt in der Sicherheit: Im Fall eines Flugzeugabsturzes könnten mehrere Mitglieder der Königsfamilie gleichzeitig ums Leben kommen. Vor allem muss der Thronfolger oder die Thronfolgerin aus diesem Grund ohne seinen oder ihren Nachfolger reisen, um im Falle des Falles einen reibungslosen Weiterbestand der Monarchie gewährleisten zu können.
Privatleben im Fokus
Neben der Sicherheit geht es bei der Getrennten-Schlafzimmer-Regel auch um Funktionalität und Repräsentation, schreibt gala.de. Aufgrund eines eventuell unterschiedlichen Terminplans würde sich so der Alltag des Königspaares leichter gestalten lassen – und bei offiziellen Reisen würde somit die Repräsentation der Monarchie stärker im Vordergrund stehen als das Privatleben des Paares. Sprich: Felipe und Letizia werden so eher als König und Königin anstatt als privates Ehepaar wahrgenommen. Vielleicht spielt aber auch der größere Komfort eines Einzel-Schlafzimmers eine Rolle.
Felipe und Letizia sind dafür bekannt, ihr Familienleben weitgehend diskret zu halten. Es ist daher wenig überraschend, dass sie sich zu diesem Thema bislang nicht direkt geäußert haben.
Alte Tradition
Getrennte Schlafzimmer sind keine neue Erscheinung in Königshäusern. Historisch betrachtet war es üblich, dass Königspaare ihre Nächte nicht gemeinsam verbringen. Dazu José Gómez Verdú: „Es ist ein fest etablierter Brauch in europäischen Monarchien und keineswegs eine Seltenheit. Es spiegelt die Umsicht und Weitsicht wider, die diejenigen leiten sollten, die die Krone repräsentieren.“
Das spanische Königshaus hat sich in den letzten Jahren zwar modernisiert, bleibt aber in vielen Aspekten seiner Tradition treu.
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