Neue Demütigung: Andrew muss sich vor seinen Töchtern verbeugen

Der Bruder von König Charles III. hat im Zuge des Epstein-Skandals sämtliche royale Titel verloren. Das hat ungewöhnliche Folgen innerhalb der Familie.
Andrew Mountbatten-Windsor und Tochter Beatrice in schwarzer Kleidung bei einer Veranstaltung.

Der Umgang mit den Royals erfolgt nach einem jahrhundertealten, sehr strengen Protokoll. So ist zum Beispiel Händeschütteln erst dann erlaubt, wenn das Mitglied der Königsfamilie zuerst die Hand anbietet. Autogramme einzufordern ist ebenso zu unterlassen. Am bekanntesten ist freilich der berühmte Knicks beziehungsweise für Männer die leichte Verbeugung, sollte man auf einen der Royals treffen. 

Viele dieser Regeln sind auch innerhalb der Familie selbst üblich, zumindest bei öffentlichen Anlässen. So müssen sich laut Protokoll auch Familienmitglieder vor dem König oder der Königin verbeugen oder knicksen, um den persönlichen Respekt zum Ausdruck zu bringen.

Andrew ist nun seinen Töchtern hierarchisch unterstellt

Genau dieses Protokoll dürfte für Andrew Mountbatten-Windsor nun eine erneute Demütigung darstellen. Bekanntlich verlor der Bruder von King Charles III. im Zuge der Epstein-Affäre sämtliche royale Titel – was jedoch nicht für seine Töchter Beatrice und Eugenie gilt. Diese sind weiterhin Prinzessinnen und gehören offiziell der britischen Königsfamilie an. 

Laut dem strengen Protokoll, führt Royal-Experte Andrew Lownie im "The Lownie Report" aus, wäre Andrew durch den Verlust seiner Titel nun theoretisch verpflichtet, sich vor seinen Töchtern zu verbeugen. Diese neue Hierarchie innerhalb der Familie sorgt bei Andrew für "Verärgerung", so Lownie. "Andrew legt natürlich großen Wert auf Etikette, Titel und all diese Dinge sind ihm sehr, sehr wichtig, ebenso wie die Rangordnung und das Verbeugen und Knicksen", so der Experte. "Ich glaube, es wird ihn nun ärgern, dass er sich vor seinen eigenen Töchtern verbeugen muss."

Diese neue – und durchaus ungewöhnliche – Situation spiegelt die neue Rolle wider, die Andrew nach den schweren Vorwürfen innerhalb der Monarchie nun einnimmt. Robert Hardman, ebenfalls ein Kenner der royalen Familie, sagte dazu im "Palace Confidential"-Podcast der Daily Mail: Andrew muss sich vor allen verbeugen – vorausgesetzt, er ist im Raum mit dem Rest der Familie." Hardman vermutet, dass der einstige Lieblingssohn von Queen Elizabeth II. darauf "nicht gut darauf reagieren würde".

Gerüchten zufolge erwartet Andrew aber weiterhin von seinem (stark reduzierten) Personal, ihn mit seinen ehemaligen Titeln anzusprechen.

Ist Andrew schon ab Ostern in der Marsh Farm?

Auch Andrews Umzug in sein neues Zuhause ist nun bald abgeschlossen: Ab April, wahrscheinlich rund um Ostern, soll er endgültig in der Marsh Farm eingezogen sein, sind Beobachter überzeugt.

Andrews Nachbarn zeigten sich bereits wenig begeistert: "Die Presse ist hier überall. Das gefällt den Dorfbewohnern nicht", sagt eine Frau der Nachrichtenagentur PA zufolge. Eine andere Anwohnerin brachte ihren Unmut den Angaben nach noch deutlicher zum Ausdruck: "Sie laden ihren königlichen Müll bei uns ab." Andere Dorfbewohner wollten sich demnach nicht äußern, da sie für das königliche Anwesen arbeiten. 

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