Adelsexperte hat "leisen Verdacht": Warum Ex-Prinz Andrew schon wieder auszieht
Andrew Mountbatten-Windsor
Seine gesellschaftliche Stellung ist Andrew Mountbatten-Windsor durch seine Verbindung zu Sexualstraftäter Jeffrey Epstein los, seine Privilegien hat er verloren. 2019 musste er von allen royalen Pflichten zurücktreten. Im Oktober entzog ihm sein Bruder König Charles schließlich den Prinzentitel. Zudem musste er das Anwesen Royal Lodge in Windsor räumen. Die Times hatte berichtet, dass Andrew für die Royal Lodge praktisch keine Miete zahlte, sondern nur den symbolischen Betrag eines "Pfefferkorns".
Zuflucht bekam er in ein Haus namens Wood Farm auf dem Gelände Sandringham in Norfolk im Osten Englands. Medienberichten zufolge lebt Andrew dort auf einem abgelegenen Anwesen in der Nähe des Dorfes Wolverton. Groß scheint die Freude über den neuen Nachbarn dort allerdings nicht zu sein. Die britische Boulevardzeitung The Mirror titelte etwa: "Andrews neue Nachbarn bitten darum, den ehemaligen Prinzen ins Exil zu schicken." Die Kosten dafür trägt der König.
Osterferien stehen vor der Tür
Britischen Medienberichten zufolge handelt es sich um eine temporäre Bleibe - der endgültige Umzug in die "Marsh Farm" soll im April erfolgen. Und das aus Gründen: Im "A Right Royal Podcast" des Magazins Hello! erklärte Adelsexperte Matt Wilkinson, dass möglicherweise bald andere Royals das Haus brauchen: "Die königliche Familie nutzt Wood Farm sehr häufig, und da die Osterferien vor der Tür stehen, könnte es sein, dass weitere Familienmitglieder vorbeischauen wollen, um im Grunde genommen einen kostenlosen Urlaub zu machen. Deshalb muss Andrew ziemlich schnell in das benachbarte Marsh Farm einziehen. Sie haben die Tore aufgestellt, diese großen Sicherheitstore draußen. In den letzten Wochen wurde rund um die Uhr gearbeitet. Die Möbel sind bereits eingezogen. Ein Kühlschrank und ein großer Kleiderschrank wurden eingebaut. Teppiche wurden verlegt, und die Küche scheint komplett fertiggestellt zu sein. Und dann kamen diese Woche die Umzugswagen mit Kunstwerken (...), um sie nach Marsh Farm zu bringen."
Man könne damit rechnen, "dass Andrew bis Ostern, also dem ersten Wochenende im April, in seinem neuen endgültigen Exil sein würde. Aber ich habe den leisen Verdacht, dass er schon vorher dort sein könnte, weil sie Wood Farm zurückhaben wollen". Hören und sehen Sie hier das Podcast-Gespräch:
Andrews Nachbarn zeigten sich bereits wenig begeistert: "Die Presse ist hier überall. Das gefällt den Dorfbewohnern nicht", sagt eine Frau der Nachrichtenagentur PA zufolge. Eine andere Anwohnerin brachte ihren Unmut den Angaben nach noch deutlicher zum Ausdruck: "Sie laden ihren königlichen Müll bei uns ab." Andere Dorfbewohner wollten sich demnach nicht äußern, da sie für das königliche Anwesen arbeiten.
Was wird Andrew vorgeworfen?
Ex-Prinz Andrew steht im Verdacht, vertrauliche Informationen an den inzwischen verstorbenen Epstein weitergeleitet zu haben. Das legen E-Mails aus den kürzlich in den USA veröffentlichten Epstein-Akten nahe. Er wurde kurzzeitig festgenommen. Andrew soll die Informationen in seiner Rolle als früherer Handelsbeauftragter der britischen Regierung weitergeleitet haben.
Epstein soll mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen missbraucht haben. Teilweise soll der bestens vernetzte Multimillionär die Opfer an Prominente vermittelt haben. Im Juli 2019 wurde Epstein erneut festgenommen und musste eine Haftstrafe verbüßen. Am 10. August 2019 wurde er tot in seiner New Yorker Gefängniszelle aufgefunden, nach offiziellen Angaben nahm er sich das Leben.
Eines der Opfer, Virginia Giuffre, erhob schwere Vorwürfe gegen Andrew. Demnach soll sie mehrfach zum Sex mit ihm gezwungen worden sein, unter anderem als sie noch minderjährig war. Der jüngere Bruder von König Charles III. streitet die Vorwürfe vehement ab, trotzdem ließ er sich auf einen angeblich millionenschweren Vergleich ein, um eine Zivilklage in den USA beizulegen.
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