Andrew wollte die Hochzeit von Charles und Camilla verhindern
Queen Camilla
Viel wird geschrieben über die Beziehung zwischen Ex-Prinz Andrew Mountbatten-Windsor und seinem Bruder, König Charles III. Auch das Verhältnis zwischen Andrew und dem Thronfolger William sorgt regelmäßig für Schlagzeilen. Mitunter wird auch darüber gesprochen, wie Andrew und Prinzessin Kate zueinander stehen (oder besser: standen, denn seit den veröffentlichten Epstein-Akten will ohnehin niemand mehr etwas vom ehemaligen Herzog von York wissen).
Doch wie ist es um die Beziehung von Andrew und Königin Camilla bestellt? Waren sich die beiden vor dem Epstein-Skandal zugetan oder war Andrew der heute 78-Jährigen immer schon ein Dorn im Auge?
Zerrüttete Beziehung zwischen Camilla und Andrew
Wie die britische Boulevardzeitung Daily Mail berichtet, ist die Beziehung zwischen Camilla und Andrew seit jeher von Spannungen durchzogen und gilt als "zerrüttet". Laut der Royal-Autorin Angela Levin war Andrew in der Vergangenheit "ganz und gar nicht unterstützend", als Camilla und König Charles (damals noch Prinz von Wales) um öffentliche Akzeptanz für ihre Beziehung kämpften.
In ihrem Buch "Camilla: From Outcast to Queen Consort" schreibt Levin laut Daily Mail, dass Andrew gar versucht haben soll, die Hochzeit von Charles und Camilla im Jahr 2005 zu verhindern. "Sein Verhalten wurde sehr negativ und äußerst unangenehm, als er seinen Willen nicht durchsetzen konnte", zitiert die Autorin im Buch eine Quelle. Andrew habe angeblich argumentiert, Camilla sei "nicht aristokratisch genug und nicht vertrauenswürdig".
Andrew sei "ziemlich giftig, gemein, wenig hilfsbereit und sehr bösartig gegenüber Camilla" gewesen, so die Quelle weiter, und "blieb so feindselig gegenüber Camilla, dass es zweifelhaft ist, ob ihm das jemals verziehen wurde".
Auch Camilla sei der Ansicht, während der damaligen Zeit nicht genug Unterstützung von ihrem Schwager bekommen zu haben. "Camilla hatte immer das Gefühl, Andrew hätte mehr tun können", so eine Quelle. "Die Königin (Elizabeth II.) hörte auf Andrew, und er hätte seinem Bruder in einer Zeit helfen können, in der dieser innerhalb der Familie kaum Verbündete hatte." Und weiter: "Wenn man bedenkt, dass es damals wenig öffentliche Sympathie, wenn nicht gar offene Feindseligkeit für Charles und Camilla gab, dann war das ein Fall von Andrews politischem Kalkül. Camilla hat das nicht vergessen."
Camilla nicht bei Eugenies Hochzeit
Die Spannungen zwischen den beiden eskalierten weiter, als Camilla 2018 nicht an der Hochzeit von Andrews Tochter Prinzessin Eugenie teilnahm. Offiziell wurde dies mit Camillas langjähriger Verpflichtung begründet, die Crathie Primary School in der Nähe von Balmoral zu besuchen.
Für Insider war dies jedoch nichts mehr als ein Vorwand. "Wir sind es gewohnt, die Royals hier zu sehen", sagte ein Bewohner von Crathie damals zur Daily Mail. "Wenn der Besuch abgesagt worden wäre, hätte das niemanden überrascht."
Laut Daily Mail habe Camilla Eugenie jedoch einen Brief zukommen lassen, in dem sie sich für ihre Abwesenheit bei der Hochzeit entschuldigte. Für Experten ein klares Zeichen, dass Camilla nicht mit Eugenie, sondern mit Andrew ein Problem hat.
Camillas starke Botschaft
Auf welcher Seite Königin Camilla heute steht, muss wohl nicht betont werden. In einer Rede anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März sprach Camilla über die oft übersehene Problematik von Gewalt und Missbrauch gegen Frauen. In ihrer Ansprache im Rahmen einer Veranstaltung der Organisation Women of the World (WOW) in London, sagte sie: "Scham muss die Seiten wechseln." Diese Worte galten für viele als bemerkenswert, da sie als eindeutige Stellungnahme zur Causa Andrew sowie als subtile Kritik gegen ihren Schwager gedeutet wurden.
"Wir stehen bei Ihnen und an Ihrer Seite, heute und jeden Tag, in Solidarität, Trauer und Mitgefühl", so Camilla in ihrer Rede weiter. "Jede Frau hat eine Geschichte. Und diese Geschichten müssen erzählt werden. Denn wenn wir in einer Kultur des Schweigens leben, fördern wir Gewalt gegen Frauen und Mädchen."
Ein Sprecher des Buckingham Palace reagierte aber zurückhaltend auf die Frage, ob Camilla sich in ihrer Rede tatsächlich auf Andrew bezog. Seine Antwort wählte er mit Bedacht, doch auch diese lässt tief blicken: "Ich denke, die Rede Ihrer Majestät spricht für sich."
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