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Patrice Aminati: "Werde künstlich am Leben gehalten"

In der ARD-Sendung "Hart aber fair" sprach die Influencerin über ihren Krankheitsweg und betonte die Bedeutung von Vorsorge.
Patrice Aminati

"Für mich kommt Vorsorge zu spät, ich bin Palliativpatient." Mit diesen sowohl offenen als auch schmerzhaften Worten kommentiert Influencerin Patrice Aminati in der ARD-Sendung "Hart aber fair" vom 4. Mai (Titel: "Teuer und nur Mittelmaß - was läuft schief bei Ärzten, Kliniken und Kassen?") ihre aktuelle gesundheitliche Situation. Die 31-Jährige ist an Hautkrebs erkrankt.

Seit ihrer Diagnose lässt Aminati die Öffentlichkeit an ihrem Weg teilhaben und setzt sich tatkräftig für Aufklärung im Hinblick auf Hautkrebs ein. In "Hart aber fair" sprach sie deshalb darüber, wie wichtig Früherkennung und Vorsorge sind.

"Jedem, dem ich heute eine Stimme verschaffen kann, für die Vorsorge, ist das ein Riesengewinn", betonte Aminati zu Beginn der Sendung. Sie fügte hinzu: "Dank Medikamenten werde ich künstlich am Leben gehalten, aber das muss nicht sein. Und deswegen möchte ich heute auch über Prävention sprechen." Außerdem wies sie darauf hin, dass eine bessere Vorsorge langfristig auch die Kosten im Gesundheitssystem senken könnte.

Krankheit wie ein Eisberg

Aminati schilderte in der Sendung auch eindrücklich, wie ihre Krankheit begann: Während ihrer Schwangerschaft bemerkte sie, dass ein Leberfleck "größer und erhabener" wurde. Der Arzt habe zunächst die Bedeutung heruntergespielt. Doch die Diagnose war schockierend – es handelte sich um schwarzen Hautkrebs, der bereits Metastasen gebildet hatte. 

"Ich dachte eigentlich immer, Hautkrebs ist mit einem Schnitt getan, das ist etwas Oberflächliches. Aber es ist ein unsichtbarer Feind", erklärte Aminati im Gespräch. Sie verglich die Krankheit mit einem Eisberg, der sich unter der Oberfläche ausbreitet und zunächst unsichtbar bleibt.

Dank moderner und kostenintensiver Therapien wie der Immuntherapie lebt Aminati mittlerweile seit drei Jahren mit der Krankheit. Sie betonte, wie belastend die vielen Krankenhausaufenthalte sowie die Medikamenten-Odyssee für sie waren. Erst Mitte April berichtete sie in einer Instagram-Story von einer dringend benötigten Erholung nach belastenden Wochen.

Ihr Ziel sei es deshalb, anderen Menschen solche Erfahrungen zu ersparen, so Aminati in der ARD-Sendung. Sie habe das Risiko für solch eine Erkrankung "total unterschätzt" und möchte nun "ein allgemeines Bewusstsein in der Bevölkerung" schaffen. "Ich möchte nicht, dass andere den gleichen Fehler machen."

Schwere Vorwürfe von Patrice gegen Noch-Ehemann Daniel 

Kürzlich warf Aminati in einem Interview mit der Zeitung Bild ihrem Noch-Ehemann Daniel Aminati vor, ihre Krankheit auf Instagram zur Selbstdarstellung zu nutzen und diese zu einer Ego-Show zu machen. "Er sagt öffentlich, er sei immer für mich da, aber versucht hinterrücks, meine Zukunftsperspektive zu verbauen. Er soll endlich von mir ablassen und sich auf sich konzentrieren", so die klaren Worte der Influencerin, die vor Kurzem öffentlich machte, dass ihr Krebs erneut metastasiert ist. 

Daniel Aminati ließ diese Vorwürfe nicht auf sich sitzen und veröffentlichte prompt eine Videobotschaft auf Instagram, in der er sich wehrte. Mehr Details dazu lesen Sie hier.

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