Für Oprah Winfrey war es nicht leicht, zum Abschied die richtigen Worte zu finden.

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12/17/2018

Oprah Winfrey: So waren die letzten Tage mit ihrer Mutter

In einem Interview spricht die Talkshow-Größe darüber, wie schwer es war zum Abschied die richtigen Worte zu finden.

von Julia Parger

Die letzten Tage mit ihrer Mutter waren emotional, erzählte Oprah Winfrey im Gespräch mit dem US-Magazin People. Sie habe Schwierigkeiten gehabt, sich mit der Situation zurecht zu finden, erzählte die Moderatorin gegenüber der Zeitschrift.

Oprah Winfrey: "Ich beschloss zu beten"

Sie habe deswegen ein kleines Buch gelesen, dass in der Hospiz-Pflege oft verwendet wird. "Ich dachte mir: Ist das nicht seltsam? Ich bin 'Oprah Winfrey' und ich lese ein Hospizpflege-Buch darüber, was ich am Ende sagen soll."

Die Talkshow-Moderatorin war unzufrieden mit den Antworten, die sie im Buch fand – und entschloss, stattdessen zu beten. "Ich dachte: Was ist die Wahrheit für mich? Es wird keine Antwort in einem Buch geben. Was will ich sagen?", erzählte Winfrey.

Überraschungsbesuch bei ihrer Mutter

"Meine Schwester (Patricia, die 1963 zur Adoption freigegeben hatte) rief mich an. Sie glaubte, das sei das Ende", erinnerte sich die Moderatorin. Sie setzte sich in den Flieger, um ihre Mutter Vernita Lee in Milwaukee zu überraschen.

Ihre Mutter saß in ihrem kleinen, überbeheizten Zimmer und sah fern. Oprah fragte ihre Mutter, ob sie glaube wieder gesund werden zu können. Diese verneinte die Frage. Die Moderatorin und ihre Mutter sprachen darüber, wie es sich anfühlte, auf das Ende zuzugehen. Oprah rief Verwandte und Freunde an, die in den nächsten Tagen vorbeikamen, um sich zu verabschieden.

Dann hatte die Moderatorin einen Termin, musste sich verabschieden. Doch es habe sich falsch angefühlt, erinnerte sich Winfrey. Nach dem Vortrag sagte sie deshalb spontan alle weiteren Termine ab - und fuhr wieder zu ihrer Mutter.

Befreundeter Sänger gab FaceTime-Konzert

Wieder zurück in Milwaukee habe Oprah tagelang nicht gewusst, was sie machen oder sagen solle. Sie habe für die richtigen Worte gebetet und tagelang mit ihrer Mutter ferngesehen. Plötzlich sei Oprah auf die Idee gekommen, ihrer Mutter Gospelmusik vorzuspielen. Sie habe dann an einen guten Freund gedacht, der Gospelsänger ist. "Ich dachte: Was ist wenn ich Wintley anrufe und ihn bitte, für sie (…) zu singen? Ich rief ihn an und bat ihn, über FaceTime Kontakt aufzunehmen. Er sang ihr 'Precious Lord' live von seinem Küchentisch aus vor."

Oprahs Mutter hatte kein einfaches Leben

Oprah erzählte, sie habe sich daraufhin bei ihrer Mutter bedankt: "Danke. Danke, weil ich weiß es war hart. Es war hart, als junges Mädchen in Mississippi ein Baby zu haben. (…) Als Siebzehnjährige wurdest du mit diesem Baby schwanger. Viele werden dir gesagt haben, du sollst dieses Baby abtreiben. Das hast du nicht getan. Ich weiß, das war hart."

Auch Winfreys Halbschwester Patricia sagte zum Abschied danke. Sie bat Vernita Lee, sich selbst zu vergeben, sie zur Adoption freigegeben zu haben.

Oprah Winfrey hatte lange ein kompliziertes Verhältnis zu ihrer Mutter. Die Talkshow-Moderatorin wurde in den ersten Lebensjahren von ihrer Großmutter aufgezogen. Doch während der letzten 20 Jahre haben Winfrey und Lee wieder eine engere Beziehung gepflegt.

Die Lehre, die Oprah aus ihrer Erfahrung zieht? "Sag die Dinge, die du sagen musst, während die Menschen noch leben." Nur so könne man verhindern, dass man zu einem späteren Zeitpunkt von Schuldgefühlen geplagt wird.

Große Anteilnahme an Oprahs Verlust

Nach dem Tod ihrer Mutter zeigte sich Winfrey bewegt von der Anteilnahme anderer. Auch Talkshow-Kollegen sprachen ihr Beileid aus. "Ich bekam eine wirklich nette Nachricht von Jimmy Fallon. Darin stand: 'Meine Mama ist auch da oben, also wenn deine Mama eine Party hat, sag ihr, sie soll meine Mama anrufen'", erinnerte sich die Moderatorin.

Oprah Winfreys Mutter Vernita Lee verstarb am 22. November im Alter von 83 Jahren. Die genaue Todesursache blieb unbekannt.

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