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01/08/2021

"Er muss zur Rechenschaft gezogen werden": Fürst Albert platzt der Kragen

Fürst Albert II von Monaco äußerte sich in einem Interview zu den Unruhen vor dem Kapitol in Washington und zu Donald Trump.

Eigentlich äußert sich der Fürst von Monaco nicht häufig öffentlich zu politischen Themen. Die gewalttätigen Unruhen im US-Kapitol in Washington ließ er aber nicht unkommentiert. Im Gegenteil. In einem Interview mit dem US-Magazin People ging er mit den Ausschreitungen in den USA und dem scheidenden US-Präsidenten Donald Trump hart ins Gericht.

Fürst Albert geht mit Präsident Trump hart ins Gericht

Er sei "schockiert" gewesen, als er den Sturm auf das US-Kapitol am Mittwoch beobachtete. "Dies ist nicht das Amerika, das ich kenne - das, in dem ich teilweise aufgewachsen bin und in dem ich zur Schule gegangen bin. Präsident Trump muss zur Rechenschaft gezogen werden", sagte der 62-jährige Fürst dem Magazin People über die Belagerung des Kapitols in Washington, bei der vier Menschen ums Leben kamen.

Als Sohn der US-amerikanischen Schauspielerin Grace Kelly hat der zweifache Vater eine besondere Verbindung zu dem Land. Albert absolvierte seine Matura in Monaco und studierte anschließend vier Jahre lang Politik am Amherst College in Amherst, Massachusetts.

2016 erfüllte er sich einen Herzenswunsch und kaufte das Geburtshaus der ehemaligen Filmikone in Philadelphia, Pennsylvania, in den USA, um seine Mutter zu ehren. In dem Sechs-Zimmer-Ziegelhaus im Kolonialstil ist Gracia Patricia aufgewachsen. Hier soll sie auch Fürst Rainers II Heiratsantrag angenommen haben. Auch Alberts uneheliche Tochter Jazmin Grace Grimaldi lebt in Amerika.

Die derzeitige Situation in den USA findet Fürst Albert jedoch äußerst beunruhigend.

"Meine unmittelbare Reaktion war Schock", erzählte Albert und fügte hinzu: "Aber auch Wut darüber, wie dies hatte passieren können und wie dies von Präsident Trump angeheizt wurde."

 

In den Nachrichten habe er die Unruhen in Washington auf seinem Landsitz Roc Agel vor dem Schlafengehen verfolgt.

"Meine Frau [Anm.Fürstin Charlène] war bereits schlafen gegangen und ich erzählte es ihr später. Es war ein Schock und ein Unglaube, und dann wurde es wirklich schnell zu Ekel", fuhr Albert fort.

Er empfinde Traurigkeit und "Wut nach diesen tragischen Ereignissen", so Albert über die Unruhen in den USA.

Über Präsident Trump und seine Anhänger sagte er: "Es ist eine große Veränderung in der Mentalität und eine Veränderung der Werte. Diese enorme Bindung an diese Theorien, diese blinde Gefolgschaft von jemandem, dem es eindeutig nicht gut geht, der wahnhaft ist. Wie wir an diesen Punkt gekommen sind, beunruhigt mich."

Bereits vor den US-amerikanischen Präsidentschaftswahlen habe er sich Sorgen um die Auswirkungen des Wahlergebnisses gemacht, gesteht Albert.

"Ich hatte vor Monaten das Gefühl, dass es große Probleme geben würde, egal wie die Wahlen verlaufen würden. Es ist ein sehr düsterer Moment, nicht nur in den USA, aber in der zeitgenössischen Weltgeschichte: Ein noch im Amt befindlicher Präsident, der direkt und indirekt einen solchen Aufstand ausgelöst hat. Ich stimme denen zu, die gesagt haben, dass Präsident Trump dafür zur Rechenschaft gezogen werden muss."

Das Oberhaupt der Familie Grimaldi fürchtet, dass es lange dauern werde, bis das gespaltene Land wieder zusammenwäschst. 

"Es ist wahrscheinlich die Arbeit einer Generation, zu versuchen, zu einigen, Grundwerten des Anstands zurückzuerlangen und die Einhaltung der Regeln wiederherzustellen, die für jedes gesetzestreue Land gelten", lautet die Prognose von Fürst Albert. 

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