Prinz Harry setzt sich für nachhaltigen Tourismus ein.

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09/03/2019

Nach Privatjet-Kritik: Prinz Harry für nachhaltigen Tourismus

In Amsterdam stellte der Prinz eine Zusammenarbeit mit den Global Playern der Tourismusbranche vor.

Prinz Harry (34) lancierte am Dienstag in Amsterdam eine Initiative für nachhaltigen Massentourismus - und stellte sich im gleichen Atemzug der Kritik an seinen wiederholten Flügen in Privatjets.

"Wir müssen schnell etwas ändern", so der Prinz. Die Zunahme von Massentourismus an sensiblen Orten der Erde sei zwar unvermeidlich, müsse aber anders gestaltet werden. Touristen müssten nicht lediglich nehmen, sondern im Gegenzug auch einen positiven Effekt am Reiseort zurücklassen. Ziel sei es, "Orte zu bewahren, das Gedeihen lokaler Gemeinschaften zu gewährleisten und Wildtiere und die Umwelt durch verantwortungsbewusste Praktiken zu schützen", erklärte Harry.

Statement zu Privatjet-Kritik

Weiter äußerte er sich zu der öffentlichen Kritik an seinen wiederholten Reisen mit Privatjets. Eine absolute Ausnahme, normalerweise kommentiert das Königshaus derlei Kritik überhaupt nicht. Harry zeigte sich jedoch reflektiert: "Wir können es alle besser machen." In 99 Prozent der Fälle nutze er ohnehin reguläre Linienflüge.

Die Privatmaschine sei lediglich zum Schutz seiner Familie gedacht, eine Vorsichtsmaßnahme. Nicht unverständlich, schließlich gehören er und Herzogin Meghan (38) zu den prominentesten Persönlichkeiten des Planeten - zahllose Kritiker inklusive. Man erinnere sich an dieser Stelle, dass eine ähnliche Form medialer Aufmerksamkeit seiner Mutter Prinzessin Diana zum tödlichen Verhängnis wurde. Der Prinz betonte zudem, dass er die durch seine persönlichen Reisen verursachte CO2-Belastung stets finanziell kompensiere. "Manchmal muss es eine Gelegenheit geben, die auf einem einzigartigen Umstand basiert, um sicherzustellen, dass meine Familie in Sicherheit ist - es ist wirklich so einfach", erklärte Harry in seiner knapp fünfzehnminütigen Rede.

An der Initiative mit dem Namen "Travalyst" beteiligen sich mehrere weltweit tätige Tourismuskonzerne, wie Booking.com, TripAdvisor, Ctrip, Skyscanner und Visa. Konkrete Programme wurden am Dienstag allerdings noch nicht mitgeteilt.